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Jetzt ist es fix: (v.li.) Dr. Georg Linsinger (Gründer Breitbandinitiative), Bürgermeisterin Margit Menrad und Rolf-Peter Scharfe (Vice President Vertrieb Kommunen bei Vodafone Kabel Deutschland) bei der Vertragsunterterschrift.

Schnelles Internet in Icking

Mit Hochgeschwindigkeit ins Internet

Icking – Es war der Startschuss für schnelles Internet in Icking: Die Gemeinde und die Vodafone-Kabel-Deutschland GmbH haben jetzt die Verträge unterzeichnet.

"Datenautobahnen sind heutzutage die wichtigsten Verkehrswege“, sagte Bürgermeisterin Margit Menrad anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsverträge am vergangenen Freitag. Vier Jahre mit Planungen, Ausschreibungsverfahren, Gesprächen und Verhandlungen liegen hinter der Gemeinde. Das Ergebnis: Die Gemeinde errichtet für 6,6 Millionen Euro Baukosten ihr eigenes kommunales Glasfasernetz, das von Vodafone gepachtet und betrieben wird. „Dass wir heute hier sind, verdanken wir ganz wesentlich der Ickinger Breitbandinitiative“, betonte Menrad. Anstoß für das Vorhaben sei im September 2012 ein Antrag der Unabhängigen Bürgerliste Icking (UBI) gewesen, ein Breitbandnetz in allen Ickinger Ortsteilen auszubauen. „Ziel war dabei eine FTTB (Fibre To The Building)-Lösung, also Glasfaserleitungen bis zum Haus.“

Der Gemeinderat habe das Vorhaben allerdings unter die Bedingung gestellt, dass es von den Bürgern auch gewollt sei. Dies bedeutete, dass sich mindestens 700 Haushalte per Vorvertrag zum Anschluss bereit erklären mussten. Die Breitbandinitiative habe „enorme und hervorragende Arbeit“ geleistet, damit diese Zielmarke erreicht wird, etwa durch ihre zahlreichen Infoabende. „Inzwischen haben sich über 900 Haushalte für das Angebot entschieden“, sagte die Rathauschefin. Dies entspreche etwa einer Anschlussquote von zwei Drittel.

Diese Haushalte bekommen den Glasfaseranschluss nun kostenlos bis zum Haus gelegt. 360 Euro zahlen Haushalte, die sich während der Bauphase entschließen, bei Glasfaser Icking dabei zu sein. Bei einem späteren Anschluss wird die Verbindung von der Straße zum Haus auf Kosten des Antragstellers hergestellt. „Je mehr Bürger sich beteiligen, desto kürzer wird die Amortisationszeit sein, die aktuell bei rund 34 Jahren liegt“, erklärte Menrad.

Was die Kostensteigerung von 4,8 Millionen Euro bei der ersten Kostenschätzung auf 6,6 Millionen Euro angeht, erläuterte Menrad, dass dies nicht nur auf die gestiegenen Baukosten zurückzuführen sei, sondern auch auf die „sinnvolle Entscheidung“ des Gemeinderates, „dass es keine Bürger 2. Klasse geben soll“. Dies bedeute, dass alle Ortsteile angeschlossen werden, auch weit entlegene wie Meilenberg, Holzen, Wadlhausen und Alpe.

„Wir freuen uns sehr über dieses richtungsweisende Projekt“, sagte Rolf-Peter Scharfe, Vice President Vertrieb Kommunen bei Vodafone Kabel Deutschland. Der Netzbetreiber hat eine Mindestversorgung von 100Mbit/s zugesichert. Die Perspektive gehe aber in Richtung 400Mbit/s. Die ersten Hausanschlüsse in Dorfen wurden schon gelegt.

Noch vor Weihnachten soll auch in Irschenhausen mit dem Bau begonnen werden, so dass dann von Norden und Süden auf Icking zugearbeitet wird. Ab April/Mai können die Dorfener voraussichtlich das neue Netz nutzen.

Die Fertigstellung des Projekts ist für Sommer 2018 geplant. Menrad bilanzierte: „Es ist für Icking nicht nur ein großes, sondern ein Riesenprojekt.“

von Yvonne Zuber

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