Besondere Bilder zu einem besonderen Ereignis: Lia Schneider-Stöckl begrüßt die Gäste bei der 100-Jahr-Feier des Hollerhauses.
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Besondere Bilder zu einem besonderen Ereignis: Lia Schneider-Stöckl begrüßt die Gäste bei der 100-Jahr-Feier des Hollerhauses. 

Zentrum der Kunst

Hollerhaus feiert 100. Geburtstag

100 Jahre Kunst im Hollerhaus: Das ist ein Grund zu feiern. Die Irschenhauser Danzlmusi spielte am Samstag im Garten auf, während sich die Gäste zur Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Hollerhaus – Künstlerhaus“ mit Bildern von Clara Porges und Albert Erbslöh einfanden.

Irschenhausen – Dass das Hollerhaus ein Kleinod der regionalen Kunst vor Münchens Toren ist, ist vor allem den Besitzern zu verdanken: Das Ehepaar Porges ließ im Jahr 1917 die Galerie anbauen (wir berichteten). In den 1960er Jahren etablierte Ingrid Lepsius die Kunstausstellungen. Heute sorgt Lia Schneider-Stöckl, dafür, dass das Hollerhaus ein „kultureller Treffpunkt“ bleibt. „Obwohl Irschenhausen sicher nicht der Nabel der Welt ist“, sagte Ickings Bürgermeisterin Margit Menrad. „Liebe Lia, Du bist im wahrsten Sinne der gute Geist. Du und Deine Familie pflegen und hegen das Hollerhaus.“ Menrad hoffe, dass es so bleiben möge.

Die Liste der prominenten Gäste war lang: Ehepaar Doldinger, das schon oft – er mit seiner Musik, sie mit ihrer Malerei – im Hollerhaus zu Gast war. Malerin Ruth Kohler, die hier ausstellte. Bürgermeister und Altbürgermeister der Umgebung und das „Hollerhaus Baby Nummer drei“ – der Kabarettist Oliver Hepp, der 1960 in diesem Anwesen zur Welt kam. Sogar Werner Enke war da, der Regisseur und Drehbuchautor der Filmkomödie „Zur Sache, Schätzchen“ mit Uschi Glas.

Die Münchner Gruppe „Vertigo“ eröffnete die Ausstellung musikalisch. Zu sehen sind Clara Porges Ölbilder, die Ausdruck höchster Inspiration für den Geist der Natur sind – mit ihren wandelfähigen Farben, die das Licht hervorzaubern können. Porges nimmt Isartal und Engadin, wo die Familie später lebte, zum Motiv. Ihre Kompositionen sind wie ein Schritt hin zu den expressionistischen Vorbildern der Künstlergruppe „Blaue Reiter“, zu der später der Maler Adolf Erbslöh gehörte.

Erbslöh war ein Freund von Wassily Kandinsky und Mitbegründer der „Neuen Künstlervereinigung München“. Erbslöhs kubistische Kompositionen tragen ebenfalls die Farbe Blau als Schwerpunkt und ergänzen somit kompositorisch die Gemälde von Clara Porges. Adolf Erbslöh malte von 1934-1937 in der Galerie des Hollerhauses.

Ausstellung

„100 Jahre Hollerhaus – Künstlerhaus“ ist bis 10. September sonntags von 13 Uhr bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Andrea Weber

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