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Die Zukunft der Huberwiese ist derzeit ein großer Aufreger in der Isartalgemeinde. Das Foto zeigt Micaela Händel, eine der ersten Aktivistinnen für den Erhalt der Wiese.

Die Regeln in der Bürgerversammlung

Huberwiese Icking: Gleich viel Zeit für Pro und Kontra

Icking –Für das Thema Huberwiese gelten in der Bürgerversammlung Regeln: Befürworter und Gegner der Bebauung bekommen gleich viel Zeit.

Die Zukunft der Huberwiese treibt die Ickinger um. In der Bürgerversammlung am kommenden Donnerstag, 21. April, sollte das Thema eigentlich nicht zur Sprache kommen. Dies hat Bürgermeisterin Margit Menrad kürzlich bekannt gegeben. Jetzt ist zu hören, dass die Huberwiese doch in der Versammlung thematisiert wird. Unsere Mitarbeiterin Yvonne Zuber fragte nach.

Frau Menrad, warum sollte die Huberwiese kein Thema in der Bürgerversammlung sein?

Margit Menrad, Bürgermeisterin von Icking

Im Vorfeld des Bürgerentscheids gilt das so genannte Paritätsgebot. Das heißt, wann immer die Gemeinde etwas zu diesem Thema veröffentlicht, haben die Vertreter des Bürgerbegehrens das Recht, etwas im gleichen Umfang zu veröffentlichen. Dies praktizieren wir zum Beispiel im Bürgerinfoheft. Bei dem inzwischen verschobenen Diskussionsabend mit dem Thema „Ortsentwicklung und Bebauung der Wiese zwischen Talberg und Egartsteig“ hätte ich dies nicht sicherstellen können, da die beiden Themen sehr eng zusammenhängen. Auch bei der Bürgerversammlung hatte ich zunächst Bedenken.
 
Warum gab es ein Umdenken?
 
Ich fände es sehr weltfremd, dieses Thema bei der Bürgerversammlung ausklammern zu wollen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Fachleuten bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es bei der Bürgerversammlung möglich ist, das Paritätsgebot einzuhalten, wenn sich alle Beteiligten an bestimmte Regeln halten.

Wie werden diese Regeln aussehen?

Bei der Bürgerversammlung ist das Thema „Wiese“ eines von vielen. Da sollte das Paritätsgebot, das sich ja nur auf dieses eine Thema bezieht, deutlich einfacher einzuhalten sein. Sowohl ein Vertreter des Bürgerbegehrens wie auch ich haben die gleiche Zeit, um die verschiedenen Sichtweisen darzulegen. Wenn ich beispielsweise in meinem Bericht der Bürgermeisterin fünf Minuten lang auf die „Wiese“ eingehe, dann stehen den Vertretern des Bürgerbegehrens auch fünf Minuten Zeit zur Verfügung.

Wie werden Nachfragen aus dem Publikum zum Thema Huberwiese beantwortet?

Fragen von Bürgern können ebenfalls nach dem gerade beschriebenen System beantwortet werden.

Wie wird die jeweilige Redezeit der Parteien gemessen?

Ein Mitarbeiter der Gemeinde und sicher auch ein Vertreter des Bürgerbegehrens werden die Uhr im Auge behalten.

yvi

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