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Mit Nachdruck brachte Hans Dondl (re.) in kleiner Runde seine Argumente vor.

Pro und Kontra Bebauung

Huberwiese: Schlagabtausch vor Bürgerentscheid

Icking – In kleinem Kreis entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der Huberwiese in Icking. Der Bürgerentscheid rückt näher.

Sämtliche Bürgerfragen rund um die Huberwiese scheinen geklärt zu sein. Zumindest fand sich zu der jüngsten Info-Veranstaltung der UBI, CSU und PWG vor dem Bürgerentscheid nur eine überschaubare Zahl Bürger ein. Dennoch entwickelte sich auch im kleineren Kreis eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der letzten großen innerörtlichen Freifläche.

Neben einigen Bürgern waren auch Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Unser Icking“ ins Landhotel Klostermaier gekommen. So prallten in der Veranstaltung nochmals die Argumente aufeinander. Diskussionsstoff boten auch die Flyer der beiden Lager, die im Vorfeld des Bürgerentscheides am Sonntag, 10. Juli, bereits in der Gemeinde kursieren.

So wirbt die Bürgerinitiative auf einem Flyer zum Bürgerentscheid für ein „Ja – für ein Icking mit Weitblick“. Eine Aussage, die UBI, PWG und CSU wiederum in ihrem Flyer mit dem Satz „Weitsicht oder Weitblick in Icking“ pointiert aufgegriffen haben. Hans Dondl bemängelte in der Veranstaltung den Flyer der SPD und deren „Ganz oder gar nicht-Aussage“ zum Kauf der Wiese (wir berichteten). Man überschätze da die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde, meinte er. Auch die Überschrift des Flyers „Gemeinwohl vor Privatinteresse“ sah er kritisch. Der Grundbesitzer stehe so als Grundstücksspekulant da. Dondl gab außerdem zu bedenken, dass die Bürger, die „Ja“ ankreuzen würden und sich damit gegen eine Bebauung aussprächen, nicht die geringste Garantie hätten, dass die Wiese tatsächlich Wiese bleibt.

Verena Reithmann (UBI) sagte, dass sie nichts von der Aussage der SPD halte, dass man mit einem „Ja“ zeitlichen Spielraum gewinnen würde. Sie selbst wolle nicht nach einem Jahr erneut verhandeln, wenn der Bürgerwille dies mehrheitlich abgelehnt habe.

Stephan von Zitzewitz von der Bürgerinitiative verdeutlichte nochmals, dass für viele Ickinger der Bereich Huberwiese als einer der schönsten Aussichtspunkte die oft zitierte „Seele von Icking“ ausmache. Er vermisse zudem ein erkennbares ortsplanerisches Gesamtkonzept. Es sei überhaupt nicht klar, ob und wozu die Teilfläche benötigt werde.

Ein Bürger zitierte die Aussage, wonach es in Icking noch 450 Baurechte gebe. Er fand, erst wenn die Grundstücke zugebaut seien, sollte man über die Huberwiese nachdenken. Dr. Peter Schweiger entgegnete, dass diese Baurechte theoretischer Natur seien. Es handle sich um Privatgrund.

Das UBI-Lager plädierte nochmals dafür, die Wiese als Vorratsfläche für die Erfüllung gemeindlicher Pflichtaufgaben zu kaufen. Die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten Jahren werde auch an der Schule und dem Kindergarten nicht vorbeigehen, betonte Reithmann (UBI). Dondl ergänzte, dass die Gemeinde schneller ein solches Grundstück brauchen werde als man derzeit vielleicht denke. Ein weiser Schlusssatz kam von Matthias Ertl (PWG): „Erst in 20 Jahren wird sich zeigen, was richtig war oder nicht. Wissen werden wir es erst in der Zukunft.“

von Yvonne Zuber

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