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Mit E-Mountainbikes auf Singletrails über die Alpen – geht das? Wer die Antwort auf diese Frage haben möchte, sollte das Bayerische Outdoor Film Festival besuchen, das ab dem 10. April in in verschiedenen Orten im Oberland läuft.

Rasanter Bergsport in Weiß und Blau

Bayerisches Outdoor Film Festival startet im April

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Der renommierte Alpin-Journalist Tom Dauer und Extremsportler Andi Prielmaier starten mit ihrem Outdoorfilm-Festival B/O/F/F ins zweite Jahr. Die Tour macht Station in diversen Kinos im Oberland. 

Icking– Das Bayerische Outdoor Film Festival (B/O/F/F) startet in seine zweite Saison. Nach ausverkauften Kinosälen und wohlwollender Resonanz vieler Besucher im vergangenen Premierenjahr einigten sich Extremsportler Andi Prielmaier und Tom Dauer schnell auf eine Fortsetzung. „Das Konzept der Kinotour stimmt“, sagt der renommierte Bergjournalist Dauer selbstbewusst.

„E-MTB-Transalp – das Experiment“ heißt der neue Film des Ickingers Andi Prielmaier.

Ab dem Dienstag, 10. April, bringen er und Prielmaier Abenteuerfilme in ausgewählte Kinos, die in irgendeiner Weise mit Bayern zu tun haben: Entweder stammen die Protagonisten beziehungsweise die Filmemacher aus dem Freistaat und/oder der Streifen wurde in Bayern gedreht. Im Mittelpunkt der Beiträge würde nicht die reine Action stehen, betont der Ickinger Prielmaier, der mittlerweile in Hausham zu Hause ist, „sondern spannende Menschen, ihre Geschichte und ihre Geschichten“. Als Spielorte dienen dem B/O/F/F ausgewählte Programmkinos in Stadt und Land, die eine besondere Atmosphäre garantieren. Stationen sind unter anderen die Orte Bad Tölz, Holzkirchen, Hausham, Penzberg, Weilheim und München. Im Sommer ist überdies eine Hütten- und Open-Air-Tour geplant. Filmemacher und Sportler werden bei den Vorstellungen in den Kinos bisweilen anwesend sein.

Bei aller Liebe zur Heimat ist das B/O/F/F erklärtermaßen weltoffen. Die Schauplätze der 2018 präsentierten Ski-, Kletter- und Mountainbike-Filme liegen zwischen dem Torre Central in Patagonien und dem Gran Paradiso in den Grajischen Alpen. Das jeweils Bayerische bildet die Klammer, sie hält eine Vielfalt an Menschen, Orten und Themen zusammen.

Prielmaier selbst ist ebenfalls mit einem Streifen vertreten: Er und einige Freunde wagten erstmals elektrifiziert eine Tour über die Alpen. „E-MTB-Transalp – das Experiment. Eine Transalp mit ungewissem Ausgang“, heißt der Film. Ein Team versierter Rider, darunter Prielmaier und Masters-Downhill-Weltmeister Guido Tschugg, versucht, mit E-Mountainbikes auf technisch teilweise sehr heftigen Singletrails vom bayerischen Eibsee nach Venedig zu radeln. Tragestrecken mit über 30 Kilo auf dem Buckel und die Sorge, keine Steckdose zu finden inklusive.

Die weiteren Filme der 2018er-Tour: „Riders on the Storm“ – Ines Papert und Mayan Smith-Goban stellen sich einer großen Herausforderung, wollen am Torre Central in der patagonischen Paine-Gruppe die Route „Riders on the Storm“ frei klettern.

„Das zweite Leben des Tal Niv“ – ein Israeli, der Bergführer werden will und damit dem Leben in seiner Heimat den Rücken kehrt. „Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Nahostkonflikt besitzt dieser Film latente Aktualität“, sagt Tom Dauer, von dem diese Arbeit stammt.

„Last Exit“ – hier schildert der Rosenheimer Filmemacher Puria Ravahi, wie der exzessive Basejumper Maximilian Werndl – auch aus Liebe – den Absprung von seinem lebensgefährlichen Sport schafft.

Tele Sax“ – Telemarker Michi Trojer hat eine Begegnung der fantastischen Art.

„Ya Mas“ – Big-Mountain-Ski-Ass Fabian Lentsch reist mit seinem SnowMads-Truck in einen griechischen Jahrhundertwinter.

„Struktur – Eine Spur in der Kulturlandschaft“ – Hanno Mackowitz setzt sich in seinem Schwarz-Weiß-Film mit dem Eingriff des Menschen in die alpine Bergwelt auseinander. Athletin: Lorraine Huber

Zu guter Letzt verzweifelt Buchautor Peter Brunnert an „Sächsischen Delikatessen“ – nämlich an gewöhnungsbedürftigen Kletterwegen im Elbsandsteingebirge.  peb

Informationen

zu Programm, Terminen und Präsenz der Filmschaffenden auf dem B/O/F/F 2018 gibt es unter www.boff-film.de sowie auf dem Facebook-Kanal der Filmtour.

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