Ehrung in Etappen: Grüppchenweise händigte Schulleiterin Astrid Barbeau (re.) den Ickinger Abiturienten die Reifezeugnisse aus. Foto: sabine Hermsdorf-Hiss

Besondere Bedingungen

So feiert das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium seine Abiturienten

  • vonRudi Stallein
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Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So fand die Abiturfeier am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in ungewohntem Rahmen statt.

IckingZwei auf dem Boden liegende Girlanden aus Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen säumten den Weg der Abiturienten. Ihre Reifezeugnisse lagen ausgebreitet auf zwei mit weißem Tuch behängten Tischen. Davor reihten sich ein paar wenige Stühle im Pädagogischen Zentrum des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums Icking – jeweils zwei für die Eltern, in weitem Abstand zum nächsten Elternpaar. Etwas abseits davon waren fünf Stühle den Schülerinnen und Schülern vorbehalten.

Es war ein besonderer Rahmen, in dem im Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking heuer die Abiturzeugnisse verliehen wurden. So besonders wie die Bedingungen, unter denen heuer das ganze Abitur stand. „Es war uns ein ganz großes Anliegen, dass alle Eltern zu zweit an der Verleihung teilnehmen können“, erläuterte Schulleiterin Astrid Barbeau das ungewöhnliche Ambiente. In Abstimmung mit den beteiligten Schulgremien sowie den Sprechern des Abiturjahrgangs hatte sich die Schule deshalb dazu entschieden, die Zeugnis-Zeremonie in einer besonderen Art und Weise durchzuführen – nämlich in Fünfer-Gruppen. So konnten trotz des eingeschränkten Raumangebots – die Sporthalle wird derzeit saniert – die geltenden Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln eingehalten werden. Für jedes Quintett waren im Ablaufplan zehn Minuten vorgesehen. So kam jede Schülerin und jeder Schüler in den Genuss einer persönlichen Ansprache, was dem Ganzen einen zusätzlichen Reiz verlieh.

„Das schaut sehr, sehr schön aus“, sagte Sophia Jellema, die gemeinsam mit Charlotte Brandt mit dem Förderpreis des Gymnasiums ausgezeichnet worden war (Bericht folgt). „Ich freue mich, dass wir unter diesen Umständen überhaupt etwas haben. Und wir konnten uns die Gruppen selbst aussuchen, so kann man auch den letzten Tag an der Schule mit seinen Freunden zusammen feiern“, erklärte die Einser-Abiturientin. „Ich finde das total schön.“

Astrid Barbeau ging in ihrer Blitzansprache nochmals auf die besonderen Umstände ein. „Ihr habt aufregende Momente hinter Euch und zuletzt unsichere Wochen verbracht“, sagte die Oberstudiendirektorin „überglücklich, dass Ihr hier seid und Euren Erfolg mit uns feiern könnt“. Sie, die Schülerinnen und Schüler, hätten „gelernt, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt“, so Barbeau. Sie betonte: „Dieser Jahrgang hat sich stark, solidarisch und reif gezeigt.“

Die Elternbeiratsvorsitzende Caroline von Kospoth zollte den Abiturienten „Respekt, dass Ihr Euch nicht habt beirren lassen. Hut ab vor Eurer Leistung.“ Beide Rednerinnen dankten am Ende einer langen Schulzeit auch den Eltern: „Sie haben Großes geleistet, ihre Kinder gefordert, gefördert und getröstet.“

Anschließend verabschiedeten abwechselnd Schulleiterin Barbeau, ihre Stellvertreterin Beate Demmelhuber und Oberstufen-Koordinatorin Sabine Uttenweiler die jeweils fünf Abiturienten, bis „der Moment gekommen ist, auf den Ihr hingearbeitet habt“: Auf einem roten Teppich schritten die jungen Leute ihrem neuen Lebensabschnitt entgegen. Auf dem Weg dahin konnten sie sich im „Goldenen Buch“ des Gymnasiums verewigen. Zur Erinnerung an die Zeit in Icking gab es vom Elternbeirat für jeden Absolventen eine Holzschatulle mit einem Kugelschreiber und Druckbleistift.

rst

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