+
Neue Bürgermeisterin mit Abstand: Wahlsiegerin Verena Reithmann (re.) fliegt ein Strauß Blumen zu. Vor dem Ickinger Rathaus gratulieren (v. li.) die amtierende Bürgermeisterin Margit Menrad, Wahlleiter Stefan Fischer und UBI-Vizevorsitzendem Stefan Schneider.

Kurze Zusammenkunft am Rathaus

Stichwahl: Verena Reithmann neue Bürgermeisterin von Icking

  • schließen

Die Nachfolgerin von Margit Menrad heißt Verena Reithmann. Die UBI-Kandidatin freute sich vor dem Rathaus über das Ergebnis.

Icking – Verena Reithmann konnte ihren Vorsprung aus dem ersten Wahlgang ausbauen. Die Ickinger Wahlberechtigten haben die Kandidatin der Unabhängige Bürgerliste Icking (UBI) in der Stichwahl am Sonntag zur neuen Bürgermeisterin gewählt – fast mit einer Zweidrittelmehrheit. Die 52-Jährige informierte sich am Abend direkt vor dem Rathaus über den Ausgang der Wahl.

Bis zur letzten Minute warfen dort noch Frauen und Männer ihre Stimmzettel ein. Die Stichwahl erfolgte bekanntlich zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausschließlich per Briefwahl. Wahlleiter Stefan Fischer leerte den Briefkasten pünktlich um 18 Uhr ein letztes Mal an diesem Tag. Dann ging es für die 41 Wahlhelfer ans Auszählen. Sie waren auf sieben Räume in Rathaus, Feuerwehrhaus, Schule und Vereinsheim verteilt, „sodass die Möglichkeit besteht, sehr viel Abstand zu halten“, erklärte Margit Menrad (UBI). Die amtierende Bürgermeisterin war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Reithmann wartete derweil vor dem Rathaus auf das Ergebnis – in Begleitung ihrer Familie und dem Vize-Vorsitzenden der UBI, Stefan Schneider. Den Tag verbrachte sie damit, mit ihren Töchtern Mundschutz zu nähen. „Wir haben unter anderem die Wahlhelfer damit ausgestattet“, erklärte Reithmann. Ein Modell mit floralem Motiv trug sie selbst. Das verdeckte zwar ihren Mund, an ihren Augen war das glückliche Grinsen aber deutlich abzulesen, als Fischer gegen 18.45 Uhr das Ergebnis verkündete. Reithmann erhielt 1325, ihre Gegenkandidatin Laura von Beckerath-Leismüller 783 Stimmen. Statt Umarmungen und Händeschütteln gab es für die Gewählte herzlichen Applaus und Schneider warf ihr einen Strauß Rosen zu. „Diesmal habe ich nichts geträumt. Ich wusste nicht, ob es knapp wird“, sagte die 52-Jährige. Dann ging es gemäß der geltenden Ausgangsbeschränkungen für alle wieder direkt nach Hause. „Eine Party wird es ja nun nicht geben, aber ich freue mich, mit meiner Familie beisammen sein zu können“, sagte Reithmann.

Alle Ergebnisse aus der Region Geretsried-Wolfratshausen zum Nachlesen im Stichwahl-Ticker.

Verfolgte den Wahlausgang am Laptop: Laura von Beckerath-Leismüller mit Ehemann Jörg.

Leismüller, die mit 30,42 Prozent die Stichwahl eingezogen war (Reithmann hatte 41,59 Prozent bekommen), blieb aufgrund der aktuellen Situation daheim. Die Kandidatin der Grünen verfolgte die Auszählung der Stimmbezirke mit ihrem Mann Jörg und dank des Internets auch mit Parteikollegen. „Ich bin natürlich enttäuscht“, gestand sie im Telefongespräch mit unserer Zeitung. Die Bürger würden ein Weiter-so wollen, das müsse sie nun akzeptieren. Ein Trost für die 42-Jährige ist, dass sie als eine von vier Grünen in den Gemeinderat einzieht. „Ich habe im Wahlkampf viele von der UBI kennengelernt und kann mir vorstellen, dass wir erfolgreich zusammenarbeiten können“, so Leismüller. Reithmann habe sie eine Nachricht mit Glückwünschen geschickt. „Ich wünsche ihr sehr viel Erfolg.“

Noch-Bürgermeisterin Margit Menrad zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang der Wahl. Reithmann habe eine wirklich stabile Mehrheit bekommen. „Das ist eine gute Basis für ihre künftige Arbeit“, kommentierte die Rathauschefin auf Nachfrage. Dass Reithmann eine würdige Nachfolgerin für sie ist, davon ist Menrad „überzeugt“.

sw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Training der Wolfratshauser Jugendwasserwacht: Der Gartenpool wird zum Filmstudio
Kreatives Training der Jugendwasserwacht in Wolfratshausen: So wird der Gartenpool zum Filmstudio.
Training der Wolfratshauser Jugendwasserwacht: Der Gartenpool wird zum Filmstudio
70 Jahre Geretsried: Der Skat- und Schafkopfclub „Pic Ass“
Heuer werden in Geretsried 70 Jahre Gemeindegründung und 50 Jahre Stadterhebung gefeiert. Aus diesem Grund werden alte Fotos gesucht - wie das vom Skat- und …
70 Jahre Geretsried: Der Skat- und Schafkopfclub „Pic Ass“
Vandale zerstört Birke mit Axt
Unerhört: Ein bislang Unbekannter hat in Gelting einen Baum beschädigt. Vermutlich hat er mit einer Axt auf den Stamm eingeschlagen.
Vandale zerstört Birke mit Axt
Horror-Unfall: Bachelor Sebastian Preuss bei Motorrad-Crash schwer verletzt
Der RTL-„Bachelor“ und Münchner Sebastian Preuss liegt nach einem schweren Motorrad-Unfall im Krankenhaus Murnau. Der Crash soll sich am Samstag ereignet haben.
Horror-Unfall: Bachelor Sebastian Preuss bei Motorrad-Crash schwer verletzt

Kommentare