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Reges Treiben vor der Schule in Icking.
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Ein Kommen und Gehen: Morgens herrscht an den Ickinger Schulen reger Verkehr. Ein neues Konzept soll diese Situation besser regeln.

Zusätzliche Zebrastreifen und eine Abholzone

Icking: Bürgermeisterin stellt Verkehrskonzept für Schulumfeld vor

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Ein neues Konzept soll den regen Verkehr an den Ickinger Schulen entzerren. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeisterin Verena Reithmann erste Ergebnisse vor.

Icking – Reger Verkehr herrscht vor allem in der Früh rund ums Ickinger Schulzentrum. Um die Situation zu entzerren, hatte die Gemeinde 2019 den Verkehrsplaner Reiner Neumann von Modus Consult aus Ulm beauftragt. Er sollte ein Konzept für das Verkehrsumfeld der Schule erstellen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) nun erste Ergebnisse vor.

„Knotenpunkt-Zählungen zeigen, dass etwa die Ludwig-Dürr-Straße nahe der Schule einer täglichen Belastung von zwischen 1000 und 1300 Autos ausgesetzt ist“, berichtete Reithmann. Aus einer Zeitskala gehe hervor, dass sich das Verkehrsproblem im Schulbereich auf die Zeit zwischen 7.30 bis 7.50 Uhr fokussiert. „50 Autos in 15 Minuten, das ist schon ordentlich.“ Der Verkehrsplaner plädiert daher für eine klare Strukturierung des Straßennetzes.

„Der Radverkehr im inneren Bereich von Icking kann in Anbetracht der Verkehrsbelastung und des Geschwindigkeitsniveaus im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt werden“, schilderte Reithmann seine Überlegungen. Neben der Fahrbahn am Wenzberg, Talberg und an der Wadlhauser Straße schwebt Neumann ein Trennungsprinzip mit Hochbordgehsteig vor. Für die Ludwig-Dürr-Straße schwebt ihm ein durch einen Querschnitt optisch abgegrenzter Gehsteig vor, der „im Notfall überfahren werden kann“. In seiner Analyse stellte Neumann jedoch auch einen „gravierenden Mangel“ fest: Schülern, die von der S-Bahn kommen, würden sichere Querungsmöglichkeiten fehlen.

Icking: Schülern fehlen sichere Querungsmöglichkeiten

„Außerdem gibt es Bushaltestellen, die nicht barrierefrei und ohne gesicherte Fußgängerüberwege angelegt sind“, berichtete die Rathauschefin. Deshalb plant Neumann, dort eine Hol- und Bringzone für Kinder einzurichten. Der Kreisel am Schulzentrum soll aufgelöst und jeweils in eine normale Abbiegespur umstrukturiert werden. Als wesentliches Element sieht der Verkehrsplaner die Schulbushaltestelle. „Wenn der Bus von Wadlhausen kommt, soll er erst am Beginn der Ludwig-Dürr-Straße parken, dort die Kinder herauslassen und anschließend den Wenzberg herunterfahren“, so Reithmann.

Wegen der Corona-Pandemie rechnet die Rathauschefin heuer mit einer „deutlichen Erhöhung der Autoquoten“ rund um das Schulzentrum, vor allem im Winter. „Die Straßenüberquerung könnten wir deshalb völlig unabhängig von dem Konzept provisorisch durch Zebrastreifen ergänzen.“ Konkret denkt die Bürgermeisterin hier an den Bereich, in dem die Kinder vom Egartsteig hochkommen. „Das hätte zur Folge, dass die Autofahrer, bevor sie sich weiter zum Kreisel bewegen, wissen: Vorsicht, jetzt bin ich im Schulbereich.“

Julian Chucholowski (SPD) fand diese Idee „sehr gut. Aber ich würde bei der Wadlhauser Straße, dort wo die Schülerlotsen stehen, zusätzlich einen Zebrastreifen anbringen“. Dass sich dadurch viele Autofahrer überlegen, ihre Kinder weiter vorne an der Ludwig-Dürr-Straße herauszulassen, war sich auch Stefan Schneider (UBI) sicher. Philipp Geiger (Grüne) warf die Idee in den Raum, eine komplett autofreie Zone um das Schulzentrum zu errichten.

Philipp Geiger schlägt autofreie Zone vor

„Das Konzept mit den Zebrastreifen steht somit also“, fasste Reithmann zusammen. Sie könnte sich vorstellen, das Verkehrskonzept in einer Bürgerversammlung vorzustellen und zu diskutieren, so die Rathauschefin.

Die Vorbehalte gegen den Mobilfunk scheinen in Icking groß zu sein. Der Gemeinderat suchte in der Sitzung auch nach dem richtigen Weg in dieser schwierigen Frage.

kof

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