Prägt das Ickinger Ortsbild: die „Pausinger-Eiche“.
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Prägt das Ickinger Ortsbild: die „Pausinger-Eiche“.

Einige Exemplare fast 300 Jahre alt

Bund Naturschutz gibt Faltblatt über schöne alte Bäume in Icking heraus

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Icking hat viele schöne alte Bäume. Der Bund Naturschutz hat nun ein Faltblatt über besonders bemerkenswerte Exemplare erstellt.

Icking – Ein stolzes Alter hat die Eiche, die in Icking an der Ecke Wenzberg/Ludwig-Dürr-Straße steht. Etwa 285 Jahre ist sie alt. Die „Pausinger-Eiche“, wie sie von den Ickingern genannt wird, ist wohl der prägendste Baum der Isartalgemeinde. Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) hat jetzt ein Faltblatt über besonders prächtige Exemplare herausgegeben.

„Icking hat so viele schöne alte Bäume, die nicht nur 100 Jahre alt sind, sondern teilweise auch 200 bis fast 300 Jahre“, teilt BN-Ortsvorsitzende Dr. Beatrice Wagner mit. „Sie gehören hierher und hätten so mancherlei Geschichten zu erzählen.“ Aus diesem Grund haben die Naturschützer ein Faltblatt erstellt, in dem sechs besonders eindrucksvolle Bäume oder Baumgruppen mit ihren Besonderheiten vorgestellt werden.

Die Eiche am Wenzberg beispielsweise wird 1924 in einem Wanderbuch erwähnt. Laut Wagner war sie damals der einzige alte Baum mit einem Bänkchen, um die Aussicht ins Isartal zu genießen. „Damals führten noch Feldwege durch unbebaute Wiesen. Wegweisende Punkte dienten der Orientierung, denn Straßennamen wurden in der Gemeinde erst 1956 eingeführt.“ Den Namen „Pausinger-Eiche“ erhielt sie von dem späteren Besitzer des Grundstücks.

Flyer wird in alle Briefkästen verteilt

„Zu fällen einen schönen Baum, braucht’s eine halbe Stunde kaum, zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht’s, bedenk es, ein Jahrhundert.“ An dieses oft zitierte Bonmot von Eugen Roth habe der BN gedacht, als er das Projekt „Ickinger Baumgeschichten“ startete, so die Ortschefin. Der Flyer wird derzeit in alle Briefkästen verteilt. Auf der gleichnamigen Homepage kann eine Radroute (Länge etwa 14 Kilometer) zu den vorgestellten Bäumen heruntergeladen werden. Zudem gibt es Wagner zufolge dort noch mehr Infos zu den Bäumen.

„Dies ist aber erst der Anfang“, kündigt Wagner an. „Wir möchten die Ickinger aufrufen, uns ihre schönsten Lieblingsbäume zu senden, mit Fotos und einigen Zeilen, was diesen jeweiligen Baum so besonders macht.“ Diese Bäume sollen mit ihren Geodaten ebenfalls auf die Homepage gestellt werden.

Mit der Aktion will der BN den Sinn für alte Bäume schärfen. „Alte Bäume sind für die Natur wichtig, sie entziehen der Atmosphäre überproportional mehr CO2 als junge Bäume und bieten zahlreichen Organismen und Nützlingen eine Heimat.“ Zudem sind sie Teil der Ickinger Geschichte. Die Ortsvorsitzende abschließend: „Indem wir wissen, was sie einmal bedeutet haben oder zu welchem Anlass sie gepflanzt wurden, erfahren wir mehr über unsere Heimat und werden damit sozusagen stärker mit ihr verwurzelt.“

Infos im Internet:

www.ickinger-baumgeschichten.de

nej

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