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Erfrischung aus der Sprühflasche: Niklas Lápossy beim Sponsorenlauf am Olympiagelände.

Bundesweit bislang 3,4 Millionen Kilometer

Er motiviert die Kinder zum Laufen, Laufen, Laufen

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Niklas Lápossy ist Junior-Botschafter bei „Kinder laufen für Kinder“. Er hat sich immer schon in den Dienst der guten Sache gestellt - und wird es weiter tun. 

Icking Mit 20 Jahren ist der Ickinger Niklas Lápossy ein „alter Hase“: Bei der Spendenlauf-Initiative „Kinder laufen für Kinder“ lief er als kleiner Bub schon Runde um Runde für Kinder in Not. Heute unterstützt er die Benefiz-Aktion als Juniorbotschafter. Seit 2012 hilft der begeisterte Skifahrer, Kiter und American-Football-Spieler bei den Läufen.

„,Kinder laufen für Kinder‘ kenne ich, seit ich denken kann“, sagt Lápossy im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Mutter Simone hatte sich von Beginn an um die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert. Änne Jacobs gründete die Benefiz-Initiative vor 17 Jahren. Da war der Ickinger zwar noch im Kindergartenalter, aber trotzdem „immer mittendrin“.

An seinen ersten Lauf mit fünf Jahren am Münchner Flughafen kann sich Lápossy noch erinnern. „Wir sind oben auf dem Umlauf zwischen Terminal 1 und 2 gelaufen, und ich fand die Abstempel-Station mit dem Drehkreuz aus Stahl unglaublich cool“, erzählt er. Wie viele Kilometer der Ickinger zu den bisher bundesweit 3,4 Millionen erlaufenen Kilometern beigetragen hat, weiß er nicht genau. „Es waren jedes Jahr schon so einige Runden“, sagt er mit einem zufriedenen Lächeln. Manchmal habe er sogar eine zweite Stempelkarte gebraucht.

Das Prinzip „Sich bewegen, um etwas zu bewegen“ hat Niklas Lápossy motiviert, sich über das Laufen hinaus zu engagieren. Als Juniorbotschafter animierte er bis zu seinem Abitur 2018 vor allem Schulfreunde, fleißig beim Aufbau und Ablauf der Veranstaltung zu helfen. „Da reiste regelmäßig ein ganzes Team an jugendlichen Helfern aus Icking zu den Benefizläufen für Münchner Schulen im Olympiapark an.“

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Dieses Jahr im Mai reiste Lápossy, der gerade die Zeit bis zum Studium überbrückt, sogar mit nach Bremen zur Veranstaltung für dortige Schulen und Kindertagesstätten. Beim sechsten Benefizlauf mit Sportfest Anfang Juni am Olympiagelände in München unterstützen den Ickinger drei weitere Juniorbotschafter und insgesamt 20 Freiwillige unter anderem als Streckenposten. Es war ein toller Erfolg. Bei 34 Grad starteten knapp 2500 Kinder aus 25 Münchner Schulen. Sie liefen mit 14 500 Kilometern eine Spendensumme von etwa 55 000 Euro zusammen. Kein leicht verdientes Geld bei der Hitze. Aber das Organisationsteam war auf Zack: „Wir haben Obst und Gurken als Snack vorbereitet und haben natürlich auch Wasser an die Läufer verteilt“, erklärt Lápossy. Seine Highlights waren die Wassereimer und Sprühflaschen, mit denen die Helfer die Kids erfrischten. Ein paar vorwitzige Kinder hätten versucht, einen Eimer zu klauen, sagt Lápossy. „Die haben wir dann ordentlich nass gemacht.“

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Ans Aufhören bei „Kinder laufen für Kinder“ denkt der Ickinger noch lange nicht. Die Initiative gefalle ihm unter anderem, weil Kinder sich an diesem Tag ganz viel bewegen und damit nicht nur etwas für sich, sondern auch für andere tun würden. „Das verlangt ihnen mehr ab als einen Mausklick im Internet“, sagt Lápossy. Es beginne mit der Suche nach Sponsoren und gehe dann weiter beim Laufen. „Diese Kinder stecken viel Energie in die Sache und geben am Lauftag ihr Bestes, ganz egal, wie sportlich sie sind und wie das Wetter ist. Das ist großartig.“ Der Ickinger wünscht sich noch mehr Unterstützung für die Initiative. „Jeder kann etwas bewirken, und jede noch so kleine Hilfestellung kann einen großen Effekt für andere Kinder haben.“ 

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