Heftige Gewitter und Hagel im Anmarsch - Amtliche Warnung für München

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Die autofreie Schulwoche am Ickinger Gymnasium läuft noch bis Freitag. Drei der Initiatiorinnen von der Umwelt AG sind (v. li.) Klara Dobe, Svenja Jantzen und Marie Viehmann. 

Vorstoß der Umwelt AG 

Gelungener Auftakt der autofreien Woche am Rilke-Gymnasium

Eine Woche lang sind Eltern und Schüler des Rilke-Gymnasiums aufgerufen, auf die morgendliche Anreise mit dem Auto zu verzichten. Am Montag hat das schon mal gut geklappt. 

Icking – Als Klara Dobe am Montag wie jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule fuhr, fiel ihr zuerst die Ruhe auf. „Es waren viel weniger Autos auf der Straße als sonst“, hat sie beobachtet. Auch der Lehrerparkplatz war nicht so voll wie an anderen Schultagen. Die 16-Jährige hat an dieser ungewohnten Stille ihren Anteil: Sie gehört der Umwelt AG des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums an. Zusammen mit ihren Mitstreitern hat sie die autofreie Woche an der Schule ausgerufen.

Bislang sind die Initiatoren mit der Aktion sehr zufrieden. „Ich hatte das Gefühl, dass deutlich mehr Schüler mit dem Fahrrad oder zu Fuß gekommen sind“, sagt Svenja Jantzen. Auswärtige Schüler – zum Beispiel aus Wolfratshausen – seien vermehrt mit der S-Bahn gefahren. Jantzen ist ebenfalls Mitglied der Umwelt AG. „Die Arbeitsgruppe hat sich auch wegen der ,Fridays for Future‘-Demonstrationen gegründet“, erklärt die 15-Jährige. Ihre Schulfreundin Marie Viehmann ergänzt: „Wir treffen uns in der Gruppe regelmäßig und machen uns Gedanken, was wir in der Schule noch verbessern könnten.“

Acht Schüler besuchen die Treffen regelmäßig, manchmal kommen auch mehr. „Die Gruppe steht allen offen, von den Fünftklässlern bis zur Q12 kann sich jeder mit einbringen“, sagt die Zehntklässlerin Klara Dobe. Das Interesse an Klimaschutz und Umwelt-Aktionen ziehe sich am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium durch alle Altersstufen.

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Die autofreie Woche ist eines der ersten Projekte, das die Gruppe angestoßen hat. Damit soll aber noch lange nicht Schluss ein. „Wir wollen zum Beispiel am Schulkiosk kein Plastik-Besteck und keine Wegwerf-Teller mehr“, sagt Marie Viehmann. Auch einen „Tipp des Monats“ wollen die jungen Öko-Aktivistinnen ihren Mitschülern künftig mit auf den Weg geben. Dahinter steckt die Idee, den Schulfreunden Anregungen zu geben, wie man im Alltag Plastik sparen oder den CO2-Ausstoß verringern kann – „indem man zum Beispiel sein Obst im Supermarkt nicht in Plastiktüten einpackt“, nennt Svenja Jantzen ein Beispiel.

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Der bisherige Erfolg der autofreien Woche ist eine Motivation für die Mädchen. Sie machen sich aber keine Illusionen: „Wir müssen natürlich abwarten, ob das die ganze Woche so bleibt“, sagt Jantzen. Spannend werde auch, ob die Schüler nach den Pfingstferien – also der ersten regulären Schulwoche nach der autofreien Schulwoche – weiterhin mit Bus, Bahn oder Rad kommen.

Das könnte die teilweise kritische Verkehrssituation an der Ulrichstraße entzerren. „Es ist häufig wirklich viel los auf den Straßen“, sagt Klara Dobe – Staus, Lärm und Abgase inklusive. Schüler, die in abgelegeneren Orten leben und keinen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, kämen nicht umhin, mit dem Auto zu kommen. „Aber es gibt auch viele Schüler, die manchmal gefahren werden, obwohl es für sie andere Verkehrsmittel geben würde.“ Klara Dobe weiß das, weil sie täglich die vielen Pkw auf ihrem Schulweg passiert – umweltschonend auf dem Fahrrad, versteht sich. Dominik Stallein 

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