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Fünf statt vier Gruppen

Ickinger Gemeinderat beschließt Erweiterung der Kinderkrippe

Die Gemeinde Icking denkt in die Zukunft: In der jüngsten Ratssitzung beschlossen die Räte einstimmig, die bestehende zweigruppige Kinderkrippe nicht auf vier, sondern gleich auf fünf Gruppen zu erweitern. Hintergrund ist der stetig steigende Betreuungsbedarf in der Gemeinde.

Icking – Im Juli hatte der Gemeinderat zunächst beschlossen, die Krippe um zwei Gruppen zu vergrößern. Vorüberlegungen zur Planung eines Erweiterungsbaus zeigten jedoch, dass es sinnvoll wäre, die Hanglage auszunutzen und im Gartengeschoss eine fünfte Gruppe einzurichten. Damit will man auch vermeiden, dass gleich nach der Inbetriebnahme des Anbaus ein weiterer notwendig wird.

Aktuell liegt die Betreuungsquote bei 61 Prozent. Die Quote ist laut Bürgermeisterin Margit Menrad in den vergangenen zwei Jahren um zehn Prozent gestiegen. Was letztlich auch der „sehr guten Betreuung“ durch die Johanniter zuzuschreiben sei, so die Rathauschefin. Steige der Bedarf weiter wie bisher, müsse man davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2019 eine Betreuungsquote von mindestens 70 Prozent nachgefragt wird.

„Bei aktuell 66 ein- und zweijährigen Kindern würden bei einer Betreuungsquote von 70 Prozent 47 Betreuungsplätze benötigt“, rechnete Menrad vor. Außerdem würden in naher Zukunft weitere sieben Doppelhäuser gebaut, was voraussichtlich den Zuzug von weiteren jungen Familien zur Folge haben werde. „Würden etwa zehn junge Familien zuziehen mit je einem Krippenkind, wären allein dafür sieben weitere Plätze nötig.“ Die insgesamt 54 Betreuungsplätze könnten in fünf Gruppen angeboten werden. Unabhängig davon könnten durch das vergrößerte Platzangebot die Kinder, die im Laufe des Krippenjahres drei Jahre alt werden, bis zum Ende des Jahres dort bleiben. Dies würde die Kindergärten in der Gemeinde sehr entlasten.

Mitnehmen kann die Gemeinde derzeit auch ordentlich Zuschüsse: Bei einer Erweiterung um zwei Gruppen war man von einem Zuschuss von rund 550.000 Euro ausgegangen, bei weiteren drei Gruppen erwartet man rund 775.000 Euro.Sollte der Raum für die fünfte Gruppe nicht sofort belegt werden, könne er, so Menrad, vorübergehend als Personalraum genutzt werden. 

Yvonne Zuber

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