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Mitfahrerbänke wie in Wolfratshausen wird es in Icking nicht geben. Statt dessen erwägt der Gemeinderat eine App. 

Zweifel an der Nachfrage

Gemeinderat lehnt Mitfahrerbänke ab

In Icking wird es keine Mitfahrerbänke geben: Der Gemeinderat hat einen SPD-Antrag mit 11:4 Stimmen abgelehnt. 

Icking – In Wolfratshausen, Geretsried, Münsing und Egling stehen bereits Mitfahrerbänke. Sie sind ein Projekt des Landkreises, um vor allem für Senioren das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel zu ergänzen. Julian Chucholowski (SPD) könnte sich vorstellen, dass Verbindungen zwischen Münsing, Wolfratshausen, Icking und Dorfen gut angenommen würden. Er regte Haltestationen in Dorfen an der Feuerwehr, in Attenhausen am Maibaum, in Walchstadt, Irschenhausen, Holzen und drei in Icking an, insgesamt acht Stück. Eine Bank kostet laut Bürgermeisterin Margit Menrad (Unabhängige Bürgerliste Icking) 1150 Euro.

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Claudia Roederstein (UBI) schlug vor, das Ergebnis der in derselben Sitzung in Auftrag gegebenen Seniorenbefragung abzuwarten. Dort könnte eine Frage lauten, ob dieses Angebot von der älteren Bevölkerung angenommen würde. Dr. Georg Linsinger (UBI) meinte, er sehe nie jemanden auf den Bänken sitzen. Elisabeth Höflich-Häberlein dagegen berichtete, sie habe schon öfter Wartende mitgenommen. „Zwischen Wolfratshausen und Icking gibt es viele trampende Jugendliche“, sagte sie. In Icking würde sie erst einmal eine Test-Bank aufstellen anstatt gleich alle acht vorgeschlagenen Standorte zu bestücken. Auch Martin Schlickenrieder (Parteifreie Wählergemeinschaft Icking) gefiel die Idee von Mitfahrerbänken. Er sieht Bedarf für eine Mitfahrmöglichkeit zwischen Dorfen, Irschenhausen und Walchstadt. Die übrigen Ratsmitglieder zeigten sich skeptisch gegenüber der Einführung, die bei acht Bänken über 9000 Euro kosten würde und die einige zudem für gefährlich für Jugendliche halten.

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Auf Anregung von Dr. Linsinger will die Verwaltung nun prüfen, ob eine „Icking-App“ eine Alternative sein könnte. In anderen Städten verabreden sich Anbieter und Suchende von Fahrgelegenheiten auf diese Art per Smartphone. Margit Menrad könnte sich künftig auch eine Art Mini-Stadtbus vorstellen, wie sie sagte. Tanja Lühr

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