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Bayerns größtes Geothermiekraftwerk soll in Icking entstehen (hier eine Aufnahme aus Holzkirchen).

Nachrichtenplattform verwechselt Standorte

Geothermie in Icking: Finnen steigen nicht aus

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Laut der Nachrichtenseite„Thinkgeoenergy“ sei der finnische Investor aus dem Geothermieprojekt in Icking ausgestiegen. Das war eine Falschmeldung. Der Webseiteninhaber hat zwei Standorte verwechselt.

Icking – Die Meldung schlug hohe Wellen: Der finnische Investor und Mehrheitsaktionär Taaleri Investments sei aus dem Geothermieprojekt in Icking ausgestiegen. Das berichtete am Sonntag die Internetseite „Thinkgeoenergy“, die führende Nachrichtenplattform für Geothermieprojekte weltweit. Nun stellte sich die Nachricht als Falschmeldung heraus. Die Finnen verlassen nicht Icking, sondern das geplante Geothermieprojekt in Weilheim.

Nach der Berichterstattung in unserer Zeitung meldete sich am Montag der Gründer von „Thinkgeoenergy“, Alexander Richter. „Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir als Geothermie-Nachrichtenplattform in dieser Sache falsch berichtet haben“, erklärte der Webseiten-Inhaber und entschuldigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung für den Fehler. Der finnische Investor sei in seiner Mitteilung ungenau gewesen. Bei der Bearbeitung der Nachricht habe er, Richter, die Standorte Weilheim und Icking vertauscht. Letzterer werde nach wie vor von Taleeri Investments mitfinanziert.

Das bestätigte Dr. Markus Wiendick, Geschäftsführer der Erdwärme Isar, die das Projekt des finnischen Investors steuert. Die Tochterfirma der Erdwärme Bayern halte an dem Plan fest, den das Unternehmen den Bürgern Ende April bei einem Info-Abend vorgestellt hat (wir berichteten). Nach wie vor soll im Juni die erste Probebohrung in Attenhausen durchgeführt werden. Diese Produktionsbohrung soll zeigen, ob sich in 4000 Metern Tiefe wie erhofft etwa 150 Grad heißes Wasser befindet. Fällt das Ergebnis positiv aus, könnte Ende 2018 mit dem Bau der größten Geothermieanlage in Bayern begonnen werden. mh

Lesen Sie auch: Geothermieprojekt zum zweiten Mal gescheitert

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