Nun steht er vor Gericht

Ickinger braucht Briefumschlag und fährt mit 2,5 Promille zum Einkaufen

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Der Briefumschlag kommt ihm teuer zu stehen: Weil ein Ickinger mit 2,5 Promille zum Einkaufen gefahren ist, muss er sich nun vor dem Wolfratshauser Amtsgericht verantworten.

Icking/Wolfratshausen – Die Einsicht kam spät. „Es war deppert, dass ich da gefahren bin“, sagte der Angeklagte (59) schuldbewusst. Am 27. Februar dieses Jahres war der Maschinenbaumeister gegen 17.15 Uhr auf der Bundesstraße 11 in Icking von der Polizei angehalten worden – mit 2,49 Promille Alkohol im Blut. „Ein paar Bier und ein Glaserl Sekt“ habe er tagsüber getrunken. Dann sei ihm eingefallen, dass er noch einen Briefumschlag braucht, weshalb er schnell die knapp drei Kilometer zum Schreibwarenladen gefahren sei. Weil wenig Verkehr war, blieb die Fahrt folgenlos – was die alkoholbedingt deutlich erhöhte Unfallgefahr angeht. 

Ansonsten wurde die unüberlegte Einkaufsfahrt für den 59-Jährigen recht kostspielig. Richter Helmut Berger verurteilte den Angeklagten zu 2450 Euro Geldstrafe (70 Tagessätze à 35 Euro). Zudem verhängte der Richter eine Führerscheinsperre von noch zwölf Monaten. Um die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen, wird dem Verurteilten die MPU (umgangssprachlich: Depperl-Test) nicht erspart bleiben. „Ich brauche nicht zu jammern“, sagte der Mann, der das Urteil gefasst entgegen nahm. „Ich bin ja selber schuld.“ rst

Rubriklistenbild: © dpa / Paul Zinken

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