„Keine Auswirkungen auf die Gesundheit“: UBI erhält Antworten auf offenen Brief zu 5G
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Ein Mobilfunkmast für Icking: Das Thema sorgt in der Gemeinde schon lange für Diskussionen.

Vier Rückmeldungen sind bereits eingegangen

„Keine Auswirkungen auf die Gesundheit“: UBI erhält Antworten auf offenen Brief zu 5G

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Die Debatte um einen 5G-Sendemast beschäftigt die Ickinger schon lange. Auf einen offenen Brief zu dem Thema hat die UBI nun erste Antworten erhalten. 

Icking – Bereits vor einigen Jahren kündigte Vodafone an, südlich des Ickinger Sportplatzes einen Mobilfunkmast errichten zu wollen. Bisher liegt zwar kein Bauantrag vor, doch die Diskussion um 5G erhitzt seither die Gemüter. Um auf die Fragen der Bürger, die im Gemeinderat offen geblieben sind, eine Antwort zu bekommen verfasste die Unabhängige Bürgerliste Icking (UBI) im Februar einen Offenen Brief.Die Adressaten waren unter anderem Ministerpräsident Markus Söder, Staatsminister Hubert Aiwanger, Landrat Josef Niedermeier sowie Abgeordnete aus dem Land- und Bundestag.

Icking: Erste Rückmeldungen auf offenen Brief der UBI

Inzwischen erhielt die UBI erste Rückmeldungen auf ihr Schreiben, informiert Vorsitzender Georg Linsinger in einer Pressemitteilung. Geantwortet haben die Landtagsabgeordneten Albert Duin (FDP) und Hans Urban (Grüne), das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Dr. Peter Miehle, Fachreferent für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung der Freien Wähler. „Wir sehen weiteren Antworten gespannt entgegen“, schreibt Linsinger.

Die Politiker nehmen in ihren Antworten unter anderem Stellung zu den in Deutschland geltenden Grenzwerten, möglichen Gefahren und Schäden durch 5G sowie zu der Forderung, der Bauleitplanung der Gemeinden mehr Raum zu geben.

5G: Politiker nehmen Stellung zu möglichen Gefahren

Nach den Worten des FDP-Abgeordneten Duin sorgen die aktuellen Grenzwerte dafür, „dass nach aktuellem wissenschaftlichem Stand keine Auswirkungen auf die Gesundheit zu erwarten sind.“. Der Eurasburger Grünen-Abgeordnete Urban erklärt: „Die Behauptung, Deutschland hätte mit die höchsten Grenzwerte, ist unwahr.“ Diese Werte beruhen ihm zufolge auf Empfehlungen, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weitere Expertengremien „aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse abgegeben haben“. Dieser Aussage schließt sich auch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz an.

Gesundheitliche Schäden durch 5G werden in keinem der Schreiben bestätigt. „Unter Berücksichtigung der umfangreichen Studienlage können bisher keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Mobilfunkstrahlung unter Einhaltung der gültigen Grenzwerte gefunden werden“, schreibt etwa Urban. „Der einzige klar nachgewiesene Wirkmechanismus auf den menschlichen Organismus ist eine Gewebeerwärmung.“ 

Infrastruktur des Mobilfunks „klare Aufgabe des Staates“

Die Forderung, den Gemeinden bei der Bauleitplanung mehr Raum zu geben, lehnen sowohl Urban als auch Miehle von den Freien Wählern entschieden ab. Für Urban ist die Infrastruktur des Mobilfunks eine „klare Aufgabe des Staates“. Er betont, dass es bereits jetzt „eine Vielzahl von Möglichkeiten“ für Gemeinden gebe, um auf die Standortwahl für Mobilfunkanlagen Einfluss zu nehmen.  

Im letzten Jahr ist der Streit um die neue Mobilfunktechnologie 5G in Icking eskaliert: Eine Bürgerin, die ein Grundstück am Sportplatz für einen Funkmasten zur Verfügung stellen wollte, wurde so massiv bedroht.

kof

Info

Alle eingegangenen Antworten auf den Offenen Brief sind im Internet unter ubi-ev.de/aktuelles nachzulesen.

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