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Künstler aus Icking und Berg öffnen Anfang Oktober ihre Ateliers

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Von: Andrea Weber

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Künstler aus Icking und Berg
Hereinspaziert: 22 Künstlerinnen und Künstler aus Icking und Berg öffnen an den nächsten beiden Wochenenden ihre Ateliers. © privat

Seit genau 36 Jahren finden die Ateliertage Berg und Icking jährlich statt. An den nächsten beiden Wochenenden ist es wieder soweit.

Icking/Berg – Wie heißt die Zauberformel, die so eine Kontinuität hervorbringen kann? Gastfreundschaft plus Kunstgenuss. Seit genau 36 Jahren finden die Ateliertage Berg und Icking jährlich statt. An den nächsten beiden Wochenenden ist es wieder soweit. Heuer laden 22 Künstlerinnen und Künstler in ihre Ateliers ein. Eine einmalige Gelegenheit, die Maler und Bildhauer persönlich kennenzulernen. Neue Gastkünstler sind mit dabei, und ein kleines Museum zeigt eine Dauerausstellung des bekannten Bildhauers Gerd Jäger aus Farchach, der im vergangenen Jahr verstarb.

Bild von Juschi Bannaski
Ein Bild von Juschi Bannaski beschwört eine Szene am Strand. © privat

„Es funktioniert so gut, weil es keinen Neid und keinen Streit gibt. Wir sind ein gewachsener Freundeskreis“, sagt die Künstlerin Petra Jakob, Mitwirkende der ersten Stunde. Wer die Berger Ateliertage kennt, weiß welche Willkommenskultur dort herrscht. Die Künstler bitten die Besucher ins Atelier herein, das zumeist im eigenen Wohnumfeld liegt. Dort erfahren die Kunstspaziergänger, die von Atelier zu Atelier flanieren, einen persönlichen Einblick in die Arbeit der Künstler.

Die Ateliertage

Die Ateliertage Berg/Icking finden an den beiden nächsten Wochenenden, 1./2. und 8./9. Oktober, statt. Die Ateliers sind jeweils in der Zeit von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Als Gastkünstler mit dabei sind in diesem Jahr Johannes Thum, Allmannshausen (Objekte, Installation); Elisabeth Anzinger-Schlör, Aufhausen (Malerei); Cornelia Hesse, Aufhausen (Malerei, Plastik); Ines Voelchert, Aufkirchen (Malerei); Sabine Kirchhoff, Irschenhausen (Malerei); Isabelle Roth, Irschenhausen (Malerei) und Georg Schwellensattl, Irschenhausen (Holzschnitt). Franz Jäger (Holzplastiken) zeigt die Arbeiten seines verstorbenen Vaters im neuen Museum Gerd Jäger, Nikolausstraße 3, in Farchach. Alle teilnehmenden Künstler mit Adressen sind online zu finden unter www.atelier-tage.de.

Es herrscht keine Hektik wie bei einer Vernissage in der Galerie, wo sich die Besucher auf die Beine treten. Die Leute kommen und gehen nach eigenem Gusto. „So haben wir Künstler die Ruhe für ausgiebige Gespräche“, weiß Petra Jakob diese Kunstaktion zu schätzen. Ein Besuch im Atelier sei keine Momentaufnahme, wie bei einer Galerieausstellung, sondern ist vielmehr eine Retrospektive, die den Entwicklungsprozess des Künstlers über die Jahre zeigt.

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Petra Jakob ist seit 36 Jahren aktiv dabei und gehört zum organisatorischen Kernteam. „Wir machen vieles selbst, sodass der Kostenaufwand überschaubar bleibt“, erklärt die Irschenhauser Künstlerin. Sie selbst entwickelt fotografische Metamorphosen auf Pergamentpapier, aufgezogen auf Holzkörper oder Leinwand, meist großformatig, abstrakt, mystisch und unvergleichbar.

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Dass es die inzwischen weitreichend bekannten Ateliertage in Berg und Icking immer noch jährlich gibt, hat den einfachen Grund: „Wir sind kein Verein mit festbetonierter Struktur, mit Posten und Häuptling.“ Die Gruppe arbeitet quasi im „freien Chaos-Prinzip“, so bezeichnet es Petra Jakob. Also heißt es bald wieder: hereinspazieren, plaudern, staunen.

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