Stefan Nirschl vor dem Eingang des Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums
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Neuer Chef: Stefan Nirschl ist Direktor am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking.

Nachfolge von Astrid Barbeau

Mitten in der Pandemie: Rilke-Gymnasium hat einen neuen Chef

  • vonDominik Stallein
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Pandemie-Probleme, Wechselunterricht - und ein neuer Rektor: Am Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium tut sich momentan viel. Stefan Nirschl ist der neue Chef.

Icking – Der Zeitpunkt für den Einstieg ist denkbar ungünstig. Inmitten der Corona-Pandemie und pünktlich zum Beginn des Wechselunterrichts bekommt das Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium einen neuen Direktor. Stefan Nirschl übernimmt den Posten, der durch den Weggang von Astrid Barbeau frei geworden ist. Im Fokus seiner Arbeit steht zunächst die Bewältigung der Corona-Krise.

In einem Rundbrief an Schüler und Eltern stellt sich der neue Schulleiter vor. Der 53-Jährige beschäftigt sich auch privat viel mit dem Themenkomplex Schule und Bildung: „Ich bin mit einer Lehrerin verheiratet“, erzählt Nirschl aus seinem Privatleben. Seine Tochter absolvierte im vergangenen Jahr die Abitur-Prüfungen. In diesem Schuljahr ist sein Sohn an der Reihe. „Ich nehme den Lebensraum Schule permanent aus mindestens drei Perspektiven wahr, was ebenso herausfordernd wie belustigend sein kann“, meint der Weilheimer.

Distanz- und Wechselunterricht ist sehr anstrengend und verläuft nicht immer reibungslos“

Stefan Nirschl

Der neue Schulleiter studierte an der Münchner Ludwigs-Maximilian-Universität Mathematik und Physik, bevor er am Gisela-Gymnasium in München sein Referendariat leistete. Bis 2017 unterrichtete er am Gymnasium Weilheim. Von dort wechselte Nirschl ans Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching und wurde stellvertretender Schulleiter der Einrichtung, die 1400 Schüler besuchen. Wie Nirschl in seinem Elternrundbrief schreibt, betreute er in Gilching ein Sprachbegleitungsprojekt für Schüler mit Migrationshintergrund, förderte die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und die Digitalisierung des Schulalltags. Gerade letztere Erfahrung könnte Nirschl aktuell helfen: „In den nächsten Wochen steht für mich im Vordergrund, die Schulgemeinschaft kennenzulernen und die Schule gut durch die Pandemie zu führen.“ Gerade die kommenden Wochen würden „weiterhin viel Ungewissheit und Unsicherheit“ bergen, befürchtet Nirschl. „Wir werden gemeinsam unser Bestes geben, um unsere Schüler und vor allem die angehenden Abiturienten gut durch das verbleibende Schuljahr zu führen.“ Dem neuen Schulleiter ist nach eigenen Worten bewusst, dass der Distanz- und Wechselunterricht oftmals „sehr anstrengend ist und nicht immer reibungslos verläuft“. Der 53-Jährige sieht jedoch „mit der zu erwartenden deutlichen Zunahme ein Licht am Ende des Tunnels“.

Vorgängerin arbeitet im Kultusministerium

Dann möchte sich der Direktor darum kümmern, „das ausgezeichnete Schulprofil fortzuentwickeln“. Die Basis dafür sei gegeben: „Neben einer bestmöglichen fachlichen Bildung werden intensiv die sozialen und personalen Kompetenzen der Schüler gefördert.“ Vielfältige Angebote im Pflicht- und Wahlunterricht wie auch in der Begabungsförderung gehörten am Rilke-Gymnasium zum Alltag. Auch die Pflege internationaler Kontakte zu Schulen in Frankreich, Tschechien und Ungarn sei hier eine „Selbstverständlichkeit“.

Die bisherige Direktorin Astrid Barbeau hatte das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium zum Jahreswechsel überraschend verlassen. Nach fünf Jahren in Icking wechselte sie als Referatsleiterin ins Kultusministerium. dst

Lesen Sie auch: Am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium musste im Zuge der Pandemie ein gesamter Jahrgang in Quarantäne.

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