Ansicht von Dorfen
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Die Straßenentwässerung im Ickinger Ortsteil Dorfen muss saniert werden.

Vorstoß des Staatlichen Bauamts Weilheim

Dorfen bekommt einen neuen Regenwasserkanal

  • vonAndrea Kästle
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Das Staatliche Bauamt Weilheim will in nächster Zeit die Ortsdurchfahrt von Dorfen sanieren. In diesem Zug soll auch ein neuer Regenwasserkanal entstehen.

Icking – Starkregen-Ereignisse werden in nächster Zeit bedingt durch den Klimawandel zunehmen. Auch deshalb muss sich die Gemeinde Icking daran machen, ein Problem zu lösen, das schon lange bekannt ist und die Straßenentwässerung betrifft, die nicht nur in Dorfen mehr als veraltet ist. Aber genau für diesen Ortsteil ist jetzt eine Lösung in Sicht, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig befürwortete. Sie wird die Gemeinde unter Umständen einiges an Geld kosten – und auch den Autofahrern eine achtmonatige Vollsperrung der Serpentinen nach Wolfratshausen zumuten.

Ins Rollen gekommen ist das Projekt, weil das Staatliche Bauamt Weilheim angekündigt hatte, die Ortsdurchfahrt von Dorfen, die Staatsstraße 2070, nicht nur sanieren, sondern bei dieser Gelegenheit auch gleich den Regenwasserkanal erneuern zu wollen. Die Gemeinde, hieß es, könne aber an diesen neuen Kanal nicht mehr angeschlossen werden – sondern müsse weiterhin, wie jetzt auch, die baufälligen Kaskaden und Tunnel nutzen, die unten in die Loisach münden. Um die Straßenentwässerung wenigstens schon einmal in Dorfen geregelt zu bekommen, streben die Ickinger nun an, den Kanal selbst zu zahlen – und an den Kosten dann wieder das Straßenbauamt zu beteiligen.

Die Gemeinde beteiligt sich finanziell

Mit einem Aufwand von rund 1,5 Millionen Euro, meinte Diplomingenieur Johannes Voit – er berät die Gemeinde in dieser Angelegenheit – müsste man für das ganze Projekt auf jeden Fall rechnen. Wie viel davon letztlich an der Gemeinde selbst hängen bleibt, stehe noch nicht fest. Gebaut würden auch gleich zwei Regenrückhaltebecken, vorgesehen am Platz vor der Feuerwehr und an der Attenhauser Straße. Die würden unterirdisch errichtet und seien auch dazu da, das Wasser, ehe es wieder in die Loisach geleitet wird, zu filtern.

Acht Monate Komplettsperrung der B 11

Im Gremium wurde das Vorhaben als „Chance für Dorfen“ eingeordnet. Der Ortsteil profitiere von der Maßnahme, meinte nicht nur Georg Linsinger (UBI), der sagte: „Ich finde das toll.“ Neben anderen stimmte ihm seine Fraktionskollegin Claudia Roederstein zu: „Wir haben, wenn wir für die Zukunft etwas erreichen wollen, keine andere Möglichkeit. Wir können doch gar nicht aus.“

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Allerdings: Ganz so schnell wird man das Projekt nicht in Angriff nehmen können. „Vor 2023 sehe ich keinen Bagger auf den Straßen in Dorfen“, meinte Rathauschefin Verena Reithmann. Dass aber die B11 acht Monate lang komplett gesperrt werden müsse zwischen Wolfratshausen und Dorfen – das stehe jetzt schon fest.

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