Fabian Fuchs vor dem Pfadi-Heim
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Hereinspaziert (wenn auch nur symbolisch bis nach Corona): Fabian Fuchs freut sich stellvertretend für alle Ickinger Pfadis am Pfadi-Heim gegenüber vom S-Bahnhof auf neue Mitglieder.

Ziemlich beste Freunde

Ickinger Pfadfinder freuen sich über Nachwuchs – Nach den Osterferien wieder Treffen vor Ort

  • Bettina Sewald
    vonBettina Sewald
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Die Skythen gehörten ursprünglich zu den Reiternomadenvölkern der eurasischen Steppe. In Icking haben sich die Pfadfinder nach ihnen benannt. Aktuell wird Nachwuchs gesucht.

Icking - „Wir sind eigentlich eine Gruppe von besten Freunden“, beschreibt Fabian Fuchs das Miteinander bei den Ickinger Pfadfindern. Der 17-Jährige ist seit elf Jahren dabei und hat sich vom Wölfling, so nennt man die Gruppe der etwa Fünf- bis Zehnjährigen, bis hin zum Gruppenleiter gemausert. Im Gespräch mit der Heimatzeitung erzählt er vom traditionellen „Herbstlager“, das 2020 Coronabedingt ausfallen musste: „Deshalb bin ich noch in der ,Sippe‘, sonst wäre ich jetzt altersbedingt schon ,Rover‘.“ Ein bisschen Fachlatein, das sich Neulinge sicher schnell aneignen. Denn aktuell bemühen sich die Pfadfinder um neue Mitglieder, auch wenn laut Fuchs die Treffen gerade nur eingeschränkt und unter den entsprechenden Hygienekonzepten stattfinden können.

Es kann jeder kommen und wird angenommen, so wie er ist“

Fabian Fuchs

„Es kann jeder kommen und wird angenommen, so wie er ist“, sagt der sympathische blonde, über zwei Meter große Hüne. Derzeit haben die Ickinger Pfadis 40 Mitglieder – sieben Mädchen und 33 Jungs. Die wichtigste Botschaft? „Wir sind offen und helfen uns gegenseitig und reden eigentlich über alles.“ Natur und Abenteuer, Zeltlager und Fahrten, Freude und Verantwortung seien im Pfadi-Heim am Wenzberg 26 quasi Programm. Der Elftklässler erzählt weiter: „Wir wollen Abenteuer in der Natur erleben, Spaß haben und unsere Möglichkeiten im Team kennenlernen.“

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In den Gruppenstunden gebe es viele Gestaltungsmöglichkeiten, bei denen jeder mitentscheiden dürfe, was gemacht wird. Momentan eher Geländespiele im Wald, und zwar egal wie das Wetter ist. „Man muss sich entsprechend anziehen“, sagt Fuchs. Unter anderen Voraussetzungen werde sicher bald auch im Pfadi-Heim wieder gesungen, gebastelt oder gewerkelt. An dem lieb gewonnenen Häuschen, das die Gemeinde den Pfadis zur Verfügung gestellt hat, sei immer etwas zu tun. „Derzeit wird mit Hilfe von Gemeinde-Mitarbeiter Georg Oliv die Veranda erneuert“, verrät Fuchs. „Ein nächstes Projekt wird eine neue Öko-Toilette sein, nachdem die letzte schlichtweg verrottet ist“, sagt der 17-Jährige. Für aktuelle „Notfälle“ bei den Treffen dürfe man aber das WC vom Nachbarn oder beim Rewe nutzen.

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Nach den Osterferien wollen sich die Pfadis endlich wieder persönlich treffen

Inwieweit heuer auch wieder Wochenendfahrten, Zeltlager und Fahrten ins Herbstlager organisiert werden, stehe noch in den Sternen. „Vorerst freuen wir uns auf die Treffen vor Ort.“ Die Gruppenstunden finden, sofern es die Corona-Regeln zulassen, nach den Osterferien wieder dienstags von 17.30 bis 19 Uhr für die Wöflinge, also die Fünf- bis Zehnjährigen und mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr für die Sipplinge (zehn bis 15 Jahre) statt. Die älteren „Ranger und Rover“ treffen sich etwas unregelmäßiger. Fuchs freut sich auf zahlreiche Interessenten, die sich vorab unter www.skythen.de informieren können. Weitere Fragen beantwortet Fabian Fuchs gerne per E-Mail unter stafue.skythen@gmail.com oder telefonisch unter 01 76/ 47 15 75 93. BETTINA SEWALD

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