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Pfusch am Bau? Der Sportboden in der Gymnasiums-Turnhalle muss aufwendig saniert werden. 

Höherer Boden, höherer Kosten

Sanierung der Gymnasiums-Turnhalle kommt Landkreis teuer zu stehen

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Umfangreiche Bauarbeiten sind an der Zweifach-Sporthalle des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking notwendig. Das liegt vor allem am wohl verpfuschten Boden. 

Icking/Bad Tölz – „Die Gebäudesubstanz wurde komplett erkundet“, erklärte Hauptamtsleiter René Beysel im Kreis-Schul- und Bauausschuss im Tölzer Landratsamt. Architekt Thomas Hanfstängl ergänzte: „Es ändert sich ganz viel.“ Der Grund dafür ist der Sportboden. Dieser habe in der Vergangenheit immer wieder Probleme gemacht. Daher habe man nach Systemen gesucht, die flächenelastisch seien. Mit dem Ergebnis, dass der Boden etwas mehr als zwei Zentimeter höher ausfällt als bisher.

„Das ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von Sanierungen“, so Hanfstängl. So müssten die angrenzenden Türen und der Bodenbelag des Treppenhauses angepasst werden. Auch müssen sämtliche Sportgeräte ausgetauscht werden, da sie nach dem Austauschen des Bodenbelags und der Prallwände größtenteils ihre Zulassung verlieren. Betroffen sind unter anderem Sprossenwände, Kletterstangen sowie Basketballkörbe.

Dadurch würden die Kosten in diesem Bereich höher ausfallen als geplant. An anderer Stelle – etwa bei Ballfangnetzen und akustischer Ertüchtigung – habe man sparen können. „Trotzdem haben wir eine Kostenmehrung von etwa neun Prozent.“ Für die Innensanierung sind etwa 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Etwa im Jahr 2025 soll dann die Fassadensanierung folgen. In Summe sind knapp 2,3 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme vorgesehen.

Auch die Beleuchtung soll auf den neuesten Stand gebracht werden

Geplant ist auch, die Umkleiden und die Haustechnik zu erneuern. Dabei geht es um die Erneuerung sämtlicher Sanitärinstallationen sowie die Überarbeitung der Heizungs- und Lüftungsinstallation. Auch die Beleuchtung und andere Elektroinstallationen sollen auf den neuesten Stand gebracht werden. Eine Toilette soll barrierefrei neu errichtet werden. Ein aktueller Brandschutznachweis ist zu erbringen. Auch bei den im Boden versenkbaren Teilen müsse auf eine Verkleidung für den Brandschutz geachtet werden.

Ob denn der erhöhte Boden wirklich notwendig sei, wenn man merke, was das alles nach sich ziehe, wollte Kreisrat Nikolaus Trischberger wissen. Der Boden sei „das einzige, was im Sportbereich Sinn macht“, sagte Hanfstängl. Es gebe mehrere Beulen im derzeitigen Belag, die aus der Zeit stammen, in der die Sporthalle als Notunterkunft für Asylbewerber diente. Allerdings merkte der Architekt an: „Ich denke, der Belag war vorher schon Pfusch.“

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Kreisrat Anton Demmel hinterfragte die Kosten für die Maßnahme und wollte wissen, ob man nicht schon über einen Neubau nachdenken könne. Hauptamtsleiter Beysel erklärte dazu, dass es hier um mehr als die Sporthalle gehe. „Im Keller unter dem Gebäude befinden sich auch die Heizung und das Archiv.“ Daher habe die Sanierung auf alle Fälle einen Mehrwert gegenüber einem Neubau.

mel

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