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Mit Flaschenzügen und Steckleitern: Die Einsatzkräfte zogen die vier Verunglückten nach und nach von der Ickinger Wehrmauer hoch, auf die sich selbst gerettet hatten.

Am Sonntag am Ickinger Wehr

Video: Schlauchboot gerät in Wasserwalze - „Hätte übel ausgehen können“

Vier Leichtsinnige, die mit ihrem Schlauchboot am Sonntagnachmittag am Ickinger Wehr unterwegs waren, sind in große Gefahr geraten. Ein Wanderer beobachtete das Szenario und holte Hilfe.

Icking - Am Sonntag gegen 14.45 Uhr erreichte Wasserwacht und Feuerwehr der Notruf, den ein Wanderer abgesetzt hatte: Vier Personen mit Boot in der Wasserwalze, eine Person vermutlich unter Wasser.

„Die schlimmste Befürchtung hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet“, sagte Ingo Roeske, Gruppenleiter der Wolfratshauser Wasserwacht, vor Ort. Die Verunglückten hätten sich zunächst selbst auf eine Wehrmauer retten können. „Die Feuerwehr hat sie von dort mit Flaschenzügen und Steckleitern hochgezogen und in Sicherheit gebracht.“

Die vier Bootstouristen, die laut Einsatzleiter Richard Vogl kein Deutsch verstanden „und nur schlecht Englisch“ sprachen, hatten die vom Landratsamt verbreitete Warnung, Loisach und Isar am Wochenende zu meiden, nicht mitbekommen oder missachtet. „Das ist im Augenblick kein Wasser, um eine Schlauchboottour zu unternehmen“, sagte Vogl. „Hier rauschen derzeit 190 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch – drei bis vier Mal mehr als normal.“

„Die haben richtig Glück gehabt“, bestätigte Roeske mit Blick auf die zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen Ende 20 und Mitte 40. Das Quartett war ohne Schwimmwesten unterwegs. Unterm Strich waren bei der Rettungsaktion rund 50 Kräfte der Feuerwehren Wolfrathausen, Weidach und Ergertshausen im Einsatz, dazu Wasserwacht und DLRG sowie das Rote Kreuz und ein Polizeihubschrauber.

Von Rudi Stallein 

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