+
Ausdrucksstarke Porträts: Die Fotografin Ulrike G. Pfeiffer reist gerne nach Kuba und Südostasien. 

Im Porträt 

Ulrike Pfeiffer und die Leichtigkeit des Seins

  • schließen

Ulrike G. Pfeiffer lebt in einem gemütlichen Landhaus mit Sprossenfenstern und einem freien Blick in die Berge. Das Schild am Gartenzaun „Bed & Breakfast“ lädt zum Verweilen ein. Die Heilpraktikerin und Fotografin nennt ihr Zuhause „Lichtspur“. Dieser Ort, so sagt die Künstlerin, „ist eine Tankstelle zum Aufladen der Seele“.

Icking– In ihrem Haus hängen überall Fotografien unter dem Titel „Die Leichtigkeit des Seins“. Ein Paragleiter, der schwerelos durch die Lüfte schwebt, ein Blick über türkisfarbenes karibisches Meer, ausdrucksstarke Porträts von Menschen aus der ganzen Welt. Pfeiffer reist gerne, zum Beispiel nach Kuba oder Südostasien. Hier und dort findet sie ihre Motive, die nicht nur plakativ die Realität abbilden. „Wer sich emotional darauf einlässt, kann über meine Bilder sein inneres Potenzial freisetzen“, sagt sie.

In der Tat holen ihre Fotografien den Betrachter ab. Sie suggerieren Kraft, Mut, Vertrauen, Schönheit und eben diese Leichtigkeit des Seins, von der die Künstlerin überzeugt ist, dass es sie gibt. Die Fotografien von Pfeiffer sind Seelenspiegel, quasi Metapher ihrer eigenen Lebenserfahrung und ihrer Erkenntnis, dass das Scheitern und der Neubeginn zum Leben gehören.

Seit fast 38 Jahren lebt die gebürtige Bad Brückenauerin in Icking. „Mein Haus war ein Familienhaus mit Mann und drei Kindern bis zur Scheidung.“ Die Trennung warf sie zuerst aus der Bahn, erinnert sie sich. Heute sagt sie. „Es war der richtige Weg, dahin zu kommen, was mich eigentlich als Mensch ausmacht.“

2003 ergab es sich, dass Pfeiffer über Freunde bei der Vorbereitung des Empfangs für den Dalai-Lama in München mithelfen durfte. So kam sie in Kontakt mit der Münchner Buddhismus-Gesellschaft, und sie selbst zum Buddhismus. „Diese Gemeinschaft und der Glaube gaben mir die Kraft, mich zu öffnen und einen Schritt aus meiner Komfortzone zu gehen.“

Heute ist die gelernte Apothekerin diplomierte Heilpraktikerin mit eigener Praxis mit den Schwerpunkten Osteopathie und chinesischer Ernährung. Ihre Fotografie ist zur Kunstform geworden. In ihr Familienhaus „Lichtspur“ kommen Gäste aus der ganzen Welt. Bei klarer Sicht fällt der Blick bis zum Alpenrand, und dabei entsteht ein Gefühl von dieser „Leichtigkeit des Seins“, von der die Künstlerin gerne spricht. 

Die Ausstellung

„Die Leichtigkeit des Seins“ im Schlossgut Oberambach läuft noch bis 16. März. Ein Künstlerabend mit Rundgang findet am Donnerstag, 28. Dezember, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Floßfahrten durch Wolfratshausen: Viel geredet, nichts passiert
Stadtrat Alfred Fraas hat beim Landratsamt nach eigenen Worten private Floßfahrten auf der Loisach beantragt. Die Kreisbehörde widerspricht. Ein Kommentar.
Floßfahrten durch Wolfratshausen: Viel geredet, nichts passiert
Flöße durch die Altstadt: Laut Landratsamt hat Fraas nie einen Antrag gestellt
Alfred Fraas hat nach eigenen Angaben einen Antrag für Floßfahrten durch Wolfratshausen beim Landratsamt gestellt. Doch dort hat sich noch niemand damit beschäftigt. …
Flöße durch die Altstadt: Laut Landratsamt hat Fraas nie einen Antrag gestellt
Verhindert Baugenossenschaft besondere Mutter-Kind-WG? Das sagt  der Geschäftsführer
Psychisch Kranke dürfen ihre Kinder oft nicht behalten. Ein Geretsrieder Verein will das ändern, findet aber keine Wohnung. Geschäftsführer Wolfgang Selig erklärt im …
Verhindert Baugenossenschaft besondere Mutter-Kind-WG? Das sagt  der Geschäftsführer
Frau ohrfeigt zwei Kinder: 900 Euro Strafe
Ohrfeigen statt Badespaß: Eine 43-Jährige soll am Bibisee zwei Kindern ins Gesicht geschlagen haben. Davor hatte sie die beiden angeblich wüst beschimpft. Dafür musste …
Frau ohrfeigt zwei Kinder: 900 Euro Strafe

Kommentare