Helferkreis zufrieden

Icking unterbreitet dem Kreis einen Forderungskatalog

Icking - Der Gemeinderat hat der Kreisbehörde einen Forderungskatalog unterbreitet. Der Helferkreis ist zufrieden.

Einen dringenden Appell in Sachen Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern hat der Ickinger Gemeinderat in Richtung Landratsamt gesandt. Die Räte unterstützten in der Montagssitzung einstimmig einen von der Unabhängigen Bürgerliste Icking (UBI) ausgearbeiteten Brief an die Kreisbehörde. „Wir wollten einige Dinge gegenüber dem Landratsamt deutlich aussprechen“, erläuterte UBI-Rätin Verena Reithmann den Anlass für das Schreiben.

Der Brief enthält drei Hauptforderungen. So verlangt man die Räumung der Turnhalle des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums spätestens nach Fertigstellung der ersten Baumaßnahme mit 48 Plätzen für Asylbewerber. Durch die Belegung der Halle müssten nicht nur der Schulsport und das Schulleben, sondern auch der Vereinssport und das gemeindliche soziale Leben erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Auch im Interesse der Bewohner sei die Halle als längerfristiger Unterbringungsort nicht akzeptabel.

Zudem wird in dem Schreiben eine zeitnahe Bearbeitung der Baugenehmigungen gefordert, da der Baubeginn für die geplanten Unterkünfte in Dorfen und Irschenhausen, für je 48 Personen, von der Erteilung der Baugenehmigung abhängig sei. Dies umfasse in Dorfen die Verlegung des Ortsschildes auf der B 11 und damit die Einführung von Tempo 50 in diesem Abschnitt.

Im dritten Punkt geht es um die hauptamtliche Betreuung der Flüchtlinge. So drängt man auf die Einhaltung der Zusage, wonach der Gemeinde eine Unterstützung durch die Asylsozialberatung im Landkreis (Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“) zugesichert wurde. Bislang sei die Betreuung aber vollständig vom Helferkreis getragen worden. „Eine Finanzierung der Asylsozialberatung im Landkreis über die Kreisumlage und durch Fördergelder des Sozialministeriums, ohne dass die Gemeinden vor Ort davon profitieren, ist nicht hinzunehmen.“

Auch geht es um die Aufgaben, die derzeit von den Mitarbeitern des Objektschutzes in der Turnhalle geleistet werden. Diese würden als Ansprechpartner bei gesundheitlichen oder sonstigen Problemen fungieren oder sich um die Aufnahme und Registrierung von Neuankömmlingen kümmern. Nach der Räumung der Turnhalle müsse diese hauptamtliche Betreuung weiter gewährleistet sein. Die Gemeinde werde für einen vom Landratsamt gestellten Betreuer einen Arbeitsplatz, also einen Schreibtisch, zur Verfügung stellen. „Wir erwarten hier klare Strukturen und Unterstützung“, heißt es in dem Schreiben.

„Ein guter Brief, der das aufnimmt, was im Helferkreis diskutiert wurde“, urteilte Lisa Häberlein (SPD). Die anderen Räte sahen das ähnlich und regten nur kleinere Änderungen an. Der Appell wurde einstimmig beschlossen und wird nun an das Landratsamt weitergeleitet.

yvi

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