Wasserhahn mit Wasser
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Der Wasserpreis in Icking wird steigen. Um wie viel, steht noch nicht fest. Die Berechnung ist ziemlich komplex.

„Das wird einen gehörigen Sprung geben“

Wegen Leitung nach Schäftlarn: Wasserpreis in Icking steigt

  • Bettina Sewald
    VonBettina Sewald
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Die Zusammenlegung der Wasserversorgung von Icking und Schäftlarn macht Gebührenanpassungen notwendig - wohl schon ab diesem Juli.

Icking – „Es ist heute eine echte Wassersitzung“, bemerkte Ickings Bürgermeisterin Verena Reithmann trocken in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach der ausführlichen Diskussion über die Verbesserung der Regenwasserbeseitigung widmete sich das Gremium mit den Tagesordnungspunkten 11 bis 14 der Trinkwasserversorgung.

Die Gemeindeverwaltung hat Fördermittel beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim beantragt, die für den Bau der Verbundleitung zwischen der Wasserversorgung Icking und Schäftlarn bestimmt sind. Der Gemeinderat fasste einstimmig den Baubeschluss. Aus Zeitgründen wurde die Bürgermeisterin beauftragt, nach Empfehlung des Bauausschusses den ersten Bauabschnitt, die Rohrleitung zwischen Ebenhausen und Holzen, zu vergeben.

Des Weiteren hat der Rat der Neufassung der Satzung für die öffentliche Wasserabgabesatzung (WAS) und damit der Überarbeitung und redaktionellen Änderung zugestimmt. Das betrifft den wirtschaftlichen Zusammenschluss der Wasserversorgung von Icking und Dorfen, für den sich der Gemeinderat bereits im Juli 2020 ausgesprochen hatte. Laut Bürgermeisterin Verena Reithmann geht es unter anderem darum, dass künftig die Hausanschlüsse nicht mehr vom Eigentümer, sondern von der Gemeinde gemacht und anschließend dem Eigentümer in Rechnung gestellt werden.

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Abschließend wurde eine rückwirkende Anpassung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung angekündigt. Im Zuge der Zusammenlegung der Wasserversorgung von Icking und Schäftlarn wird die Gebührenanpassung bereits ab diesem Juli zum Tragen kommen. „Das wird einen gehörigen Sprung geben“, mutmaßte Kämmerer Stefan Fischer. Doch an dem Maßnahmenkatalog führe kein Weg vorbei. Bürgermeisterin Reithmann unterstrich: „Wir investieren jetzt lieber in Prävention als in Rohrbrüche.“ Wie weit sich die Gebühren erhöhen, stehe noch nicht fest. Reithmann: „Das wird nach Kalkulation aller Kosten genauer bekannt gegeben.“ Es handle sich bei der Berechnung des Wasserpreises um ein sehr komplexes Zahlenwerk.

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