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Die Gemeinde Icking will dafür sorgen, dass das Falschparken ein Ende hat.

Mehr Sicherheit auf den Straßen

Icking will auch ruhenden Verkehr überwachen

Es werden Gehwege versperrt und manchmal ist die Straße so zugeparkt, dass im Notfall kein Rettungswagen durchkommen würde: Das soll in Icking nun endgültig ein Ende haben. 

Icking – Die Gemeinde Icking will ihre Straßen sicherer machen: Deshalb wird künftig auch der ruhende Verkehr überwacht. Mit großer Mehrheit beschlossen die Ickinger Räte in der jüngsten Sitzung, in Zukunft nicht nur wie bisher den fließenden, sondern auch den ruhenden Verkehr überwachen zu lassen. Hintergrund für den Beschluss ist eine Verkehrsschau, die bereits im April stattfand.

Freie Fahrt für Rettungswagen und Feuerwehr

Tony Lechner von der Polizei Wolfratshausen hatte den Räten im Juli das Ergebnis erläutert und auch dargestellt, welchen Spielraum die Gemeinde hat. In der Oktobersitzung ging es nun um die Umsetzung der angeregten Maßnahmen wie die Überwachung des ruhenden Verkehrs. „Die vorhandenen Gehwege werden gerne als Parkplätze genutzt und dabei auch oft die Restfahrbahnbreite nicht beachtet“, erläuterte Bürgermeisterin Margit Menrad das Problem. Die Durchfahrt müsse aber für Feuerwehr und Krankenwagen gesichert sein. Verena Reithmann (UBI) ergänzte, dass es besonders um die Schul- und Veranstaltungstage gehe. Claudia Roederstein (UBI) bezeichnete die Überwachung des ruhendes Verkehrs als „einen wichtigen Sicherheitsaspekt“.

Die Räte beschlossen mit nur zwei Gegenstimmen künftig, mit Ausnahme der Ferienzeiten, den ruhenden Verkehr monatlich an zehn Stunden überwachen zu lassen. Zudem einigten sich die Räte mit zwölf zu drei Stimmen darauf an der Ludwig-Dürr-Straße/Ecke Eichendorffweg einen Verkehrsspiegel anzubringen.

Hecken werden nicht geschnitten

Mit dem Heckenschneiden haben es die Ickinger nicht so. Die Gemeinde soll strikter gegen unwillige Grundeigentümer vorgehen, fordern mehrere Räte. 

Vorausgegangen war dem eine Debatte über die „Heckenschneidekultur“ in der Gemeinde. „Da das Schneiden der Hecken offenbar nicht durchgesetzt werden kann, ist ein Spiegel hier wichtig“, hatte Dr. Otto Güllich (Ickinger Initiative) festgestellt. Mehrere Räte sprachen sich daraufhin für eine striktere Vorgehensweise der Gemeinde gegen Grundeigentümer aus, deren wild wucherndes Grün Verkehrsteilnehmern die Sicht nimmt.

Diskutiert wurde schließlich noch ein Dauerbrenner: das Thema Gehwegbau. Einig waren sich die Räte darin, dass die Gehwege ein Mehr an Sicherheit gerade für Schulkinder und Senioren bieten würden. Allerdings scheitere eine Umsetzung, so Menrad, meist am fehlenden Straßengrund. Zudem würden die Kosten für den Gehwegbau nach dem Straßenausbaubeitragsrecht teilweise auf die betroffenen Anlieger umgelegt. Menrad berichtete aber, dass es derzeit an der Ludwig-Dürr-Straße Grundstücksverhandlungen für einen Gehweg gebe. „Zumindest ein lückenhafter Gehweg kann in absehbarer Zeit diskutiert werden.“

Kämmerer Stefan Fischer hielt davon hingegen wenig. Er riet dem Gemeinderat zu „ganz oder gar nicht“. Claudia Roederstein (UBI) meinte, dass man das Ziel Gehweg nicht aus den Augen verlieren dürfe. Sie regte an, in der Sache einen neuerlichen Appell an die Anlieger der Ludwig-Dürr Straße und Walchstadter Straße zu richten. 

Yvonne Zuber

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