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Das verzückte Lächeln ist ein Markenzeichen der jungen Geigerin Martha Mitreuter (12).

Eine Musikerfamilie durch und durch

Martha Mitreuter gewinnt „Jugend musiziert“

Icking/Attenhausen – Die musikalische Neigung wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Nun spielt die 12-jährige Martha Mitreuter genau so virtuos wie die anderen Familienmitglieder.

Bei Familie Mitreuter reiht sich ein musikalischer Erfolg an den nächsten. Dieser Tage konnte die Martha ihren zwölften ersten Platz bei „Jugend musiziert“ in Grünwald feiern. Marthas ältere Schwester Therese macht bereits international als junge Geigerin auf sich aufmerksam. Sie war im vergangenen Jahr mit ihrem „Mirabell Trio“ auch in Icking zu erleben (wir berichteten).

Inzwischen hat die Martha (12) viel Erfahrung gesammelt und weitere Auszeichnungen einstreichen können. Sie hat im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel begonnen und wird von Jorge Sutil von den Münchner Philharmonikern unterrichtet, bei dem auch ihre große Schwester gelernt hat. Therese studiert inzwischen Violine am Mozarteum in Salzburg.

„Wir sind eine sehr musikalische Familie, alle meine älteren Geschwister spielten Instrumente. Das wollte ich auch“, erzählt sie. Für Martha ist die Erklärung, warum sie sich für die Geige entschieden hat, ganz einfach: „Das liegt sicher daran, dass meine große Schwester Therese schon immer ein großes Vorbild für mich war.“ Die fünffache Mutter Ines Mitreuter, Klavierlehrerin und Korrepetitorin, ergänzt: „Ich hatte Martha bei Thereses Geigenunterricht oft auf dem Schoss sitzen, als sie noch ganz klein war und ich sie zum Unterricht mitnehmen musste.“

Mehr In-die-Musik-Hineinwachsen geht nicht. Mittlerweile gibt es in der Familie zwei Geiger (Therese und Martha), zwei Cellisten (Arvid und Selma), eine Querflötistin (Leonora) und vier Pianisten (Ines, Therese, Leonora und Selma). In den vergangenen sechs Jahren erspielte sich Martha sowohl solistisch als auch kammermusikalisch zwölf erste Preise beim Regional- und Landeswettbewerb.

Ihr macht es großen Spaß, sich jedes Jahr auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Einen Lieblingskomponisten hat sie nicht: „Je nachdem, was ich gerade übe, ändert sich das. Von den Epochen mag ich am liebsten die Romantik.“

In den vergangenen zwei Jahren hat sich unter anderem neben der Duowertung (Martha Mitreuter und Nathan Felicio am Klavier) ein Geschwistertrio gebildet. Gemeinsam mit ihrem sechs Jahre älteren Bruder Arvid und der drei Jahre älteren Schwester Leonora brachte das Trio, das sich zum Spaß abgeleitet aus den Vornamen „Leomaar“ nannte, in der Kategorie „Kammermusik, besondere Besetzung“ Werke von Carl Stamitz und Alexander Tscherepnin zu Gehör.

Martha wird für ihr junges Alter eine erstaunliche Klangqualität und eine wunderbare Natürlichkeit im Vortrag bescheinigt. Durch eine breite Dynamik und sehr schön aufgebaute Spannungsbögen ist die Zwölfjährige in der Lage, ihre Zuhörer in den Bann zu ziehen.

Wenn es sich mal nicht um Musik oder Schule dreht, stehen bei den Mitreuters die Tiere im Fokus. Zum Ausgleich gibt es drei Katzen, drei Hasen, vier Wachteln, sechs Zebrafinken, einen Hund und ein Pferd. Sie sind eine von allen geliebte Abwechslung. Außerdem wird bei Familie Mitreuter viel gesungen. Ihr gesangliches Können bringt Martha deshalb auch beim Wolfratshauser Kinderchor zum Besten.

Und was, wenn Martha einen Wunsch frei hätte? „Mit einem Orchester zu spielen wäre sicher toll,“ kommt es wie aus der Pistole geschossen.

von Bettina Sewald

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