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Verdiente Würdigung: Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze wurde Hans Hirt (li.) für seine herausragenden Verdienste ausgezeichnet. Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak (2. v. li.) überreichte die Auszeichnung, Vize-Kommandant Wolfgang Stocker (2. v. re.) und Vorsitzender Paul Benke (re.) gratulierten.

Ickinger Feuerwehr blickt zurück

Der Tesla-Unfall ist unvergessen

Icking – Zu 22 Einsätzen mussten die 59 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Icking im vergangenen Jahr ausrücken. Trauriger Höhepunkt war der Unfall mit einem hochmotorisierten Elektroauto.

„Gemessen an diesen Zahlen war es ein eher ruhiges Jahr“, sagte Kommandant Johannes Hirt in der Jahresversammlung im Landgasthof Klostermaier. „Aber das ist nur der erste Blick.“ Vor allem die Art der Einsätze hätte die Mitglieder der Wehr in besonderer Weise gefordert. So wird ein Einsatz im Mai an der S-Bahn infolge Suizid allen, die dabei waren, in Erinnerung bleiben. „Das war keine schöne Geschichte“, so Hirt. Beim Einsatz selbst habe aber alles reibunglos geklappt.

Unvergessen ist in der Ickinger Wehr auch der schwere Unfall eines Tesla im Mai mit fünf Schwerverletzten. „Vor allem durch die technische Ausstattung des Elektroautos waren wir vor völlig neue Aufgaben gestellt. Darauf werden wir uns für die Zukunft vorbereiten. Die Elektroautos werden zunehmen“, warnte Hirt. In diesem Punkt sei die Mannschaft auf einem guten Kurs.

Das belegten Zahlen, die Hirt präsentierte. 13 Übungen seien im vergangenen Jahr angesetzt worden, dazu kamen vier Sonderübungen. „Die Teilnahme der kompletten Mannschaft war hervorragend. Aber das ist auch notwendig, damit wir für die Zukunft fit sind.“ Auch die Jugend unter der Leitung von Christoph Preuß liefere starke Leistungen ab. „Sie absolvieren ihre eigenen Übungen und beteiligen sich auch an Übungen der Aktiven. Wir können stolz sein“, so Hirt.

Preuß nannte in seiner Bilanz die Zahl von 650 Übungsstunden- Außerdem hätte der Nachwuchs erfolgreich an Wissenstests teilgenommen, drei bestanden im September die Jugendleistungsprüfung. „Sie haben gezeigt, dass sie schon den Älteren das Wasser reichen können“, so Preuß.

Eine Mammutaufgabe für die Ickinger Feuerwehr war die Beschaffung des neuen Löschfahrzeuges, die vom Gemeinderat im Oktober 2015 genehmigt wurde. Für Vize-Kommandant Wolfgang Stocker und sein Team war damit viel Arbeit verbunden. „297 Stunden waren notwendig für das Zusammenstellen der Unterlagen für die Ausschreibung und die Förderanträge, für Besprechungen mit den Herstellern und die Abnahme des Fahrzeuges“, so Stocker.

Am 4. Oktober 2016 wurde das Fahrzeug übergeben. 394 000 Euro kostete es, 119 000 Euro bekommt die Gemeinde an Zuschüssen. Geplant ist die Weihe des Fahrzeugs mit einem Tag der offenen Tür wahrscheinlich im Mai. „Dann kann sich jeder Bürger das neue Löschfahrzeug anschauen“, so Stocker. Den Aktiven verlangt das neue Fahrzeug zahlreiche Zusatzübungen ab. „Nur so können wir die neuen Abläufe einstudieren, damit bei Einsätzen alles reibungslos klappt“, so Hirt.

Bürgermeisterin Margit Menrad lobte die „hervorragende Arbeit, die von allen Aktiven geleistet wird“. Sie dankte im Namen der Gemeinde und der Bürger allen Aktiven. „Übungen sind notwendig, weil bei Einsätzen immer schnell wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen, die oft auch weitreichende Folgen haben können. Hier sind Können und Erfahrung wichtig“, so die Rathauschefin.

So war es für Kreisbrand-Inspektor Christian Sydoriak eine besondere Ehre, als er Hans Hirt für seine herausragenden Verdienste und sein Engagement als Maschinist, Gerätewart und Vize-Vorsitzendem mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze, verliehen vom Landesfeuerwehrband, auszeichnen konnte. „Er ist ein Vorbild für alle“, lobte Sydoriak.

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