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Mit italienischer Würze: Bürgermeisterin Margit Menrad und der künstlerische Leiter Philpp Amelung rühren für den 18. Ickinger Konzertzyklus die Werbetrommel.

Isartalgemeinde im Zeichen der Musik

Ickinger Konzertzyklus präsentiert italienische Momente

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Der Ickinger Konzertzyklus ist erwachsen geworden. Zum 18. Mal steht die Isartalgemeinde im Herbst ganz im Zeichen der Musik. Diesmal haben sich Bürgermeisterin Margit Menrad und der künstlerische Leiter Philipp Amelung für Italien entschieden.

Icking – „Ich glaube, es war höchste Zeit für Italien. Nach Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland musste jetzt Italien kommen“, erklärt Philipp Amelung (43) in einem Pressegespräch im Rathaus und ergänzt: „Neben Deutschland ist Italien einfach das Musikland.“ Man habe ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen können, das alle wichtigen Positionen abdecke und eine gute Mischung von bekannten und weniger bekannten Komponisten biete.

Eröffnungsabend im Sinne von Belcanto und Oper

Der Eröffnungsabend stehe ganz im Sinne von Belcanto und Oper. Amelung freut sich: „Es ist uns mit Hilfe unserer Förderer und ihren guten Kontakten in die Musikszene gelungen, beispielsweise die Italienische Nacht sehr prominent mit Mitgliedern der Bayerischen Staatsoper zu besetzen.“ Sie eröffnen die Konzertreihe am Sonntag, 22. Oktober, in der Aula der Grundschule Icking mit Arien und Ensembles von Gioachino Rossini (L’italiana in Algeri und Il barbiere di Siviglia) Gaetano Donizetti (L’elisir d’amore und La Favorita), Giachomo Puccini (Turandot und La bohème) und Giuseppe Verdi (Macbeth und Rigoletto).

Antonio Vivaldi und das dem Ickinger Publikum bestens bekannte Barockorchester La Banda stehen beim zweiten Konzert am Sonntag, 12. November, ab 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Benedikt in Ebenhausen im Fokus. Mit Christian Rohrbach (Altus) und Rachel Harris (Violine) konnten für „Die vier Jahreszeiten“ ebenfalls herausragende Solisten verpflichtet werden. Dieser Abend ist für Amelung eine kleine Herausforderung: „Die Jahreszeiten habe ich noch nie dirigiert. Das ist für mich Neuland, und ich finde es wirklich spannend. Man kann die Jahreszeiten ja so und so anlegen.“

Feierliches Requiem aus Venedig am Totensonntag

Den krönenden Abschluss der Konzertreihe bietet das „Feierliche Requiem aus Venedig“ am Totensonntag, 26. November, in der evangelischen Auferstehungskirche. Hier musste Amelung aus der Not eine Tugend machen und für die Auswahl verschiedene Aspekte berücksichtigen: „Klassisch wäre ein Verdi-Reqiuem gewesen. Aber dafür hätten wir nicht nur mehr Sponsoren, sondern auch einen viel größeren Chor gebraucht.“ Den Gedanken habe er deshalb schnell verworfen und sei gerade mit Blick auf den kirchlichen Bereich in Venedig im Markusdom fündig geworden: „Ich habe mich eingehend mit den Kirchenmusikdirektoren, die dort gewirkt haben, beschäftig und habe ganz wunderbare Musik gefunden.“

Gespielt werden Werke von Organisten und Kapellmeistern wie Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, Giovanni und Andrea Gabrieli. Ganz besonders freut sich der gebürtige Ickinger über die Zusammenarbeit mit dem Theodor Schüz Ensemble, das er in seiner neuen Heimat Tumblingen bei Tübingen, wo er seit 2011 als Universitätsmusikdirektor tätig ist, gegründet hat: „Das ist für mich ein bisschen der Nachfolger vom Münchner Kammerchor, dessen Leitung ich ja aus beruflichen wie privaten Gründen aufgeben musste“, erklärt Amelung. „Der Namensgeber Schüz war Maler und ein Theologenkind wie ich. Er ist mir von seinen Werken und von seinem Leben her sehr sympathisch, und der kleine Ort Tumblingen erinnert mich unter anderem mit seinem Sinn für Musik sehr an Icking.“ Das Ensemble umfasst zwölf Sänger (zwei Sopranistinnen, zwei Altistinnen, vier Tenöre und vier Bässe), die bei dem Requiem wechselweise bis zu drei-chörig und bis zu achtstimmig singen werden. „Dazu werden sich die Sänger auch in der Kirche unterschiedlich verteilen, so dass die Stimmen von allen Seiten das Publikum erreichen“, führt der 43-jährige Musikdirektor aus. Man brauche nur noch etwas Fantasie, und die Sänger nebst der historischen Bläser würden in die Ickinger Auferstehungskirche das Flair vom Markusdom in Venedig zaubern.

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