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Forderung nach mehr Sicherheit

Kinderkrippe: Ickinger Initiative sorgt für Debatte

Icking – Der Antrag, das Türöffnungssystem der Kinderkrippe durch eine Bildübertragung zu erweitern, sorgte im Ausschuss für Familie, Grundschule und soziale Einrichtungen für eine Debatte.

Den Antrag stellte die Ickinger Initiative. Anlass für den Vorstoß sind die bestehenden Probleme bei der Identifizierung von Personen, die in die Krippe eintreten wollen. Wie Dr. Otto Güllich (Ickinger Initiative) erläuterte, sei die Übertragungsqualität bei der Gegensprechanlage „nicht so gut“. Besonders wenn am Morgen noch wenig Personal anwesend sei, gestalte sich die Situation problematisch.

Claudia Roederstein (UBI) wies in der anschließenden Diskussion darauf hin, dass das Problem hauptsächlich dadurch entstehe, dass die Gegensprechanlage an der Säule vor der Türe und nicht direkt an der Türe angebracht sei. Man könne den Eintretenden aber durchaus zumuten an der Säule stehen zu bleiben und sich zu identifizieren. Sie halte die beantragte Maßnahme für zu weit gegriffen. Auch müsse bedacht werden, dass man dann auch andere Einrichtungen für Kinder in der Gemeinde mit der Technik ausstatten müsste.

Christian Mielich (SPD) sah das ähnlich. Ihm missfiel auch das Zeichen, das von der Installation einer solchen Sicherheitstechnik ausgeht. „Wie kritisch ist die Lage in Icking, dass eine Gegensprechanlage nicht mehr ausreicht?“, fragte er. Mielich regte andere Lösungsmöglichkeiten, etwa die Verlegung der Gegensprechanlage oder die Anbringung eines Spiegels.

Güllich entgegnete, dass es nicht um Überwachung, sondern um die Identifizierung der Eintretenden gehe. Es erschließe sich ihm nicht, weshalb eine Videoübertragung eine übertriebene Forderung sein sollte. Er sehe auch nicht, dass man sämtliche Kindereinrichtungen in der Gemeinde mit der Technik ausrüsten müsste. „In der Krippe sind die Verwundbarsten“, betonte er. Nach Ansicht des Personals sei die Umrüstung eine Erleichterung, aber nicht „absolut notwendig“.

Laut Bürgermeisterin Margit Menrad würden sich die Kosten für einen Monitor inklusive Arbeitszeit und Kabelverlegung auf rund 2000 Euro belaufen, und für die drei benötigten Monitore auf rund 10 000 Euro. Güllich räumte schließlich ein, dass auch ein Spiegel oder die Verlegung der Gegensprechanlage eine sinnvolle Lösung des Problems darstellen könnte. Zumindest könnten diese Varianten getestet werden.

Er änderte den Antrag auf diesen Kompromiss ab, den die Ausschussmitglieder dann auch geschlossen befürworteten. Am heutigen Montag, 12. Dezember, wird der Antrag im Gemeinderat behandelt.

Von Yvonne Zuber

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