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Volle Bühne: Jugendliche Sänger und Musiker beim Weihnachtskonzert am Ickinger Gymnasium. 

Gymnasium Icking

Ihr Kinderlein singet

Icking – Das traditionelle Weihnachtskonzert des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking reißt das Publikum mit.

Im voll besetzten Pädagogischen Zentrum des Rainer-Maria-Rilke Gymnasiums konnte sich Schulleiterin Astrid Barbeau trotz Mikrofon zunächst kaum Gehör verschaffen, um das traditionelle Weihnachtskonzert anzukündigen. Zumal in diesem Jahr knapp 170 ihrer insgesamt 750 Schüler den Auftritt mit Hilfe der Musiklehrer einstudiert hatten. Nicht nur als Musiker und Sänger zeigten die Kinder und Jugendlichen in den folgenden zwei Stunden ihr Können; auch Technik, Gesamt-Organisation, Plakatgestaltung und Catering lagen in ihrem eigenen Verantwortungsbereich.

Das erwartungsvolle Publikum bekam eine überaus gelungene, sehr abwechslungsreiche Stücke-Auswahl serviert, für deren Einübung die Schüler lediglich drei Monate Zeit gehabt hatten. Alle Jahrgangsstufen trugen zum Erfolg dieses besonderen musikalischen Abends bei. Der Mittel- und Oberstufenchor mit dem Streichorchester wandte sich mit Händels „Halleluja“ und Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn an berühmte Klassiker, die beeindruckend durch den Saal klangen. Aber auch zeitgenössische Musik von Richard Marx und Audrey Snyder bezauberte das bestens gelaunte Publikum, das zur Hälfte aus Jugendlichen bestand. Bemerkenswert waren ebenfalls die Auftritte der jugendlichen Solisten, die am Klavier und am Cello mit ihrem Spiel für nicht enden wollenden Applaus und erste „Bravo“-Rufe sorgten.

Im zweiten Teil des Konzerts eroberten gleich mehrere Solisten die Bühne. Zu deren Begleitung sang der Unterstufenchor und spielte das Saxophon-Quartett mit vier jungen Frauen auf. Der musikalische Reigen endete mit der „Junior Combo“ und schließlich der Big Band. Gespielt wurden klassische Werke ebenso wie altbekannte Weihnachtslieder, Nummer-Eins-Hits des 20. Jahrhunderts, Swing-Klassiker von George Gershwin, bekannte Soul-Songs und zum Abschluss als Big-Band-Arrangement ein mitreißendes Medley aus weltberühmten Liedern des „King of Pop“, Michael Jackson.

Einstudiert hatte dies mit den Schülern der Musiklehrer und Wolfratshauser Jazz-Musiker Benjamin Schäfer, der weit über den Landkreis hinaus bekannt ist als langjähriges Band-Mitglied von „Max.bab“ sowie „Balloon Pilot“. Auch als Bassist beim Auftritt von „Dreiviertelblut“ am Loisachufer im vergangenen Sommer in Wolfratshausen war er mit von der Partie.

Als am Ende die Reihe am Publikum war, den gelungenen, musikalisch wunderbar abwechslungsreichen Abend mit dem gemeinsamen Gesang von „O Du Fröhliche“ zur Musik der Big Band ausklingen zu lassen, war die Stimmung kaum noch steigerungsfähig. Scheinbar können die besinnlichen Tage – im Gegensatz zum von Schulleiterin Barbeau zitierten Joachim Ringelnatz – die Menschen nicht erst zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern sogar schon eine Woche früher „um die Besinnung“ bringen. Auch wenn der Dichter es anders gemeint haben mag: Am Ende eines turbulenten Jahres macht ein solches Weihnachtskonzert mit vielen jungen Menschen Hoffnung auf mehr Frieden und Freude für die ganze Welt.

Assunta Tammelleo

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