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Schmucklos: Der Kreisverkehr am Ortseingang bietet einen eher kahlen Anblick. 

Debatte im Gemeinderat

Kreisverkehr wird nicht begrünt

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Icking - Dem SPD-Ortsverband ist der Kreisverkehr an der B 11 zu kahl. Er wollte ihn, gemeinsam mit Kindern von "Plant for the Planet",  begrünen. Doch das hat der Gemeinderat mit 3:12 abgelehnt.

Die Idee von Dr. Beatrice Wagner und der örtlichen SPD klingt eigentlich sehr gut: Zusammen mit Kindern von „Plant for the Planet“ – einer Initiative gegen den Klimawandel – sollte für eine ansehnliche Begrünung gesorgt werden. Gedacht war an ein „Wahrzeichen, dass die Naturverbundenheit der Ickinger gleich am Ortseingang anzeigt“ – so der Wortlaut des Antrags. Nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Pflege wollten die Antragsteller dauerhaft übernehmen. Nur für die Bewässerung bat man um Unterstützung durch den Bauhof.

Der Magerrasen bekommt Zeit zur Entfaltung

In der Debatte im Gemeinderat wurden jedoch Zweifel laut. Vigdis Nipperdey (Ickinger Initiative) fand, dass eine solche künstliche Gartenanlage „völlig unnötig“ sei. Georg Frech (CSU) ergänzte: „Man sollte da nur wachsen lassen, was von selber wächst.“ Nur Christian Mielich (SPD) machte sich stark: „Wir sollten Bürger, die sich engagieren wollen, unterstützen. Dieses Zeichen könnte schon von uns ausgehen.“ Claudia Roederstein (UBI) erinnerte daran, dass der Plan zur Begrünung des Kreisesl ein ganz anderer war: Die Mittelinsel des Kreisverkehrs sollte als mehrjährige Blumenwiese gestaltet werden. „Wir würden also jetzt einen Systemwechsel fahren.“ Sie plädierte dafür, dem Magerrasen noch ein bisschen Zeit zur Entfaltung zu geben. Diesem Argument schloss sich die Mehrheit des Gemeinderates schließlich an.

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