Cäcilia Überla, Marc Fehlhaber, Lena Reichert und Mara Kolk schafften das Abitur mit den Topnoten 1,0 und 1,1.
+
Best of Icking (v.li.): Cäcilia Überla, Marc Fehlhaber, Lena Reichert und Mara Kolk schafften das Abitur mit den Topnoten 1,0 und 1,1.

Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium

Die vier besten Absolventen: Lernen statt Ausgehen half bei der Traumnote

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    VonSabine Hermsdorf-Hiss
    schließen

Einen Abiturjahrgang wie 2021 hat es noch nie gegeben. Die vier besten Absolventen glauben, dass die Pandemie den guten Schnitt mit möglich gemacht hat.

Icking – „Riesengroße Freude und noch mehr Erleichterung“ – so beschreiben die vier Abiturienten des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums Mara Kalk, Cäcilia Überla (beide 1,0), Marc Fehlhaber und Lena Reichert (beide 1,1) ihre ersten Gefühle nach der Notenbekanntgabe. „Um ehrlich zu sein“, sagt Lena (18), „bei mir sind sogar ein paar Tränchen geflossen.“ Natürlich wurden Familien und Freunde umgehend informiert.

Sie freuten sich über das hervorragende Abschneiden der Vier ebenso. „Ein gutes Gefühl“, sind sich die Gymnasiasten einig, „wenn der Druck jetzt erst einmal weg ist.“ Dass eine Eins vor dem Komma stehen könne, hatten alle vier vermutet. „Aber so gut“, sagt 1,1er-Abiturient Marc schon fast ungläubig, „hatte ich nicht gedacht.“ Er tippte für sich eher auf eine 1,3.

Das Quartett gehört zum Abiturjahrgang, der in den vergangenen Wochen und Monaten zwischen Präsenz-, Wechsel- und Onlineunterricht hin- und her pendelte. Lena glaubt, sie habe „davon eher profitiert. Man konnte ja nicht weggehen. Also hatte ich mehr Zeit, mich auf die Schule zu konzentrieren.“ Dem kann Marc aus Wolfratshausen nur zustimmen. „Früher war ich nicht so diszipliniert.“ Allerdings, in einem Punkt sind sich alle einig: „Man sollte von Anfang an gut mitarbeiten.“ Generell sollte man darauf achten, mit den Lehrern einen respektvollen Umgang aufzubauen. „Wenn hier das Zwischenmenschliche stimmt, fällt alles leichter“, betont Baierbrunnerin Mara (18).

Lesen Sie auch: Die Geretsrieder Einser-Abiturienten

Die drei jungen Mädchen haben die Abituraufgaben weder leichter noch schwerer im Vergleich zu den Vorjahren empfunden. „Es kommt natürlich auf das Fach an“, urteilt Cäcilia (18). „Gerade in Mathe gab es mehr Knobelaufgaben. Es war für Schüler, die von Haus aus nicht so gut waren, schwerer, den Zusammenhang zu erkennen.“ Marc empfand das Abitur ein bisschen einfacher „aber das ist subjektiv“.

Klar sind jedenfalls die Zukunftsplanungen. Mara möchte direkt im Wintersemester mit einem Biochemie-Studium an der Technischen Universität beginnen. „Reisen ist mir zurzeit zu unsicher“, begründet die 18-Jährige ihre Entscheidung. Ähnlich sieht es Cäcilia: Sie steuert die Studienfächer Soziologie und Psychologie an. Auf Sprachreise nach Italien begeben will sich Lena. „Im Anschluss daran möchte ich Literaturwissenschaften studieren.“ Auch Marc zieht es an die Uni. Der 17-Jährige möchte tiefer in die Wirtschaftsinformatik einsteigen. Sein Ziel: „ein eigenes Unternehmen aufbauen.“

Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Dem nachfolgenden Abiturjahrgang empfehlen sie – Corona hin oder her – konstantes Lernen, sich eventuell sogar Lernpläne zu erstellen und Klausuren zusammenzufassen. Cäcilia: „Das klingt jetzt nach viel Arbeit – aber unterm Strich hat man später weniger Aufwand.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare