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Eine Geothermie-Anlage , ähnlich wie in Holzkirchen, soll zwischen Attenhausen und Dorfen entstehen. 

Geplante Geothermie-Anlage in Attenhausen

Maximum an Sicht- und Schallschutz

Die Geothermie-Anlage in Attenhausen ist eines der beherrschenden Themen in Icking. Der Gemeinderat wollte die Belastung für die Bürger möglichst gering halten. Das scheint mit dem neuen Bebauungsplan-Vorentwurf zu gelingen.

Icking – „Hervorragend vorbereitet und mit viel Köpfchen ausgearbeitet“: So beurteilt Ickings Bürgermeisterin Margit Menrad den Bebauungsplan-Vorentwurf für die geplante Geothermieanlage, den Uwe Feickert vom beauftragten Büro U-Plan in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung präsentierte.

Das Geothermieprojekt, das die Erdwärme Bayern GmbH zwischen Attenhausen und Dorfen realisieren will, soll die Bürger möglichst wenig belasten. Wesentlich bei der Planung sind der Sicht- und der Schallschutz. Mittels Bebauungsplan kann die Gemeinde Einfluss nehmen auf die Lage und bauliche Ausgestaltung der Anlage sowie auf die Eingrünung. Dass ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll, der den von den Attenhauser Bürgern vorgeschlagenen Standort „Wald/Feldflur“ festsetzt, hatte der Gemeinderat bereits Ende März einstimmig beschlossen.

Uwe Feickert vom Büro U-Plan präsentierte den Räten in der Sitzung nun den Entwurf im Einzelnen. Gleich zu Beginn erklärte er, dass die Firma Erdwärme Bayern die Grundfläche der Geothermiezentrale von rund 10 200 Quadratmetern auf 12 000 erhöhen möchte. Es sei vorgesehen, die Längsausdehnung der Lüfter zu vergrößern. Das Lüfterareal setzt sich zusammen aus einer Anzahl baugleicher Einheiten, jeweils bestehend aus mehreren Ventilatoren, die modular aneinandergereiht werden. Die Breite der Einheiten ist laut der Firma ein wesentlicher Faktor bei der Schallemission. Grundsätzlich gelte: Je größer die Lüfterfläche, desto mehr Möglichkeiten bestehen, die Schallemission zu vermindern.

Die Anlage wird mit einem Erdwall und Bäumen umgeben

Erweitert werden muss der Geltungsbereich des Bebauungplans, da die Erschließungsstraße noch aufgenommen werden muss. Das Landratsamt hatte darauf hingewiesen. Die spätere Erschließung des Areals soll von Norden über einen vorhandenen Schotterweg führen.

Weiterhin hat Feickert den Geltungsbereich an der Nord-Ostecke aus planerischen Erwägungen weiter nach Osten verschoben. Damit die Anlage möglichst wenig sichtbar ist, wird die Anlage eingegrünt. Unter anderem gibt gibt es eine Ersatzaufforstung mit Erdwall. Damit der geplante Erdwall nicht „landschaftsfremd“ wirkt, soll er nun doch nicht 15 Metern hoch, sondern drei bis sieben Meter hoch errichtet werden. Auf dem Erdwall sollen dann Großbäume wie Bergahorn gepflanzt werden. „So besteht von Beginn an ein wirksamer Sichtschutz“, erläuterte der Planer. Der Rest der Fläche wird aufgeforstet mit Erlen, in deren Schatten andere Bäume stehen sollen. Der Fichtenwald zur Autobahn hin soll in einen Laubmischwald umgestaltet werden. Außerdem sollen die Ausgleichsflächen in unmittelbarer Nähe geschaffen werden.

Gefordert wird weiterhin, dass die Schallemissionen so zu reduzieren sind, dass beim Dauerbetrieb Attenhausen und Höhenrain nicht mehr belastet werden als ein allgemeines Wohngebiet.

Nachdem noch einige Nachfragen geklärt waren und der Gemeinderat den Vorentwurf per Beschluss „zur Kenntnis genommen hatte“, lautete der erleichterte Kommentar von Verena Reithmann (UBI): „Langsam kann ich wieder etwas besser schlafen.“

Das Sondergebiet umfasst 37.000 Quadratmeter

Die Grundfläche des Sondergebietes Geothermie wird mit allen Nebenanlagen wird 37 000 Quadratmeter ausmachen. Die Luftkühler werden eine Höhe von zwölf Metern haben. Das Betriebsgebäude hat eine Wandhöhe von 9,1 Metern. Es wird ein Satteldach mit rotbraunen Ziegeln erhalten, ab dem zweiten Geschoss soll es mit Holz verkleidet werden. Auch die oberen drei Meter der Luftkühler, so die Planung, sollen mit Holzlatten verschalt werden. Yvonne Zuber

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