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Bejubelt und begeistert gefeiert, wurden die vier Stipendiaten der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker von ihrem Publikum in Icking.

„Bravissimo“ mit Zugabe

So war das Sonderkonzert der Meistersolisten im Isartal

Icking - Es war ein wahrlicher Hörgenuss: Die Rede ist vom Sonderkonzert im Rahmen der Reihe "Meistersolisten im Isartal".

Es war mucksmäuschenstill im gut gefüllten Saal des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums, als die vier schwarz gekleideten jungen Musiker mit ihren Streichinstrumenten auf der Bühne Platz nahmen. Die Stipendiaten der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker, allesamt mehrfach preisgekrönte Orchestermusiker, begannen das Sonderkonzert in der Reihe „Meistersolisten im Isartal“ mit einem „langsamen Satz für Streichquartett“ aus dem Werk des tragisch verunglückten österreichischen Komponisten Anton Webern.

Beschwingt und fröhlich ging es zu

Danach ging es deutlich beschwingter und fröhlicher mit einer Sonate des vermutlich fleißigsten Komponisten der Musikgeschichte, Georg Philipp Telemann aus Magdeburg, weiter. Bei diesem lebhaften und doch geistvollen Barockwerk wurden Asami Yamada (1. Geige), Alexandra Raab (2. Geige), Katharina Schmid (Bratsche) und Joachim Wohlgemuth (Violoncello) unterstützt von Philipp Lang an der Trompete und Johannes Treutlein am Kontrabasses. Bezeichnend für die Barockmusik wurde dieser als „Basso Continuo“ mit Bogen gespielt. Es folgten Menuette aus dem umfangreichen Werk Telemanns und das „Streichquartett in C-Dur“ des Musikgenies W. A. Mozart. In beeindruckender Dynamik und wechselnden Tempi von „Adagio non troppo“ bis zum betont munteren „Molto allegro e vivace“ jubilierten dabei die virtuos gespielten Streichinstrumente, so dass die jungen Musiker schon vor der Pause mit frenetischem Applaus belohnt wurden.

Den zweiten Teil des Konzertes bildete ein Werk – wiederum für Solo-Trompete und Basso Continuo – des Geigers und Barockkomponisten Italiens im 17. Jahrhundert, Guiseppe Torelli. Von diesem heiteren „Concerto“ führten die Musiker ihr atemlos lauschendes Publikum in die deutsche Romantik zu Mendelssohn-Bartholdy. Wie zu Anfang bildete das Streichquartett das Ende dieses wunderbaren klassischen Abends – lediglich mit dem Unterschied, dass die erste und die zweite Geige ihre Plätze wechselten. Das kleine Meisterwerk in Es-Dur, komponiert von einem zu seiner Zeit europaweit begeistert gefeierten, in der Musik wegweisenden Organisten, Pianisten und Komponisten, versetzte die Zuhörer in solche Verzückung, dass die Künstler nach endlos scheinenden Verbeugungen das „Concerto“ von Torelli als Zugabe wiederholten.

Die Stimmung war schon gut. Dann ging es richtig rund

Die ohnehin schon gute Stimmung im Saal wurde noch befeuert durch den Umstand, dass Trompeter Philipp Lang sich in der Zwischenzeit schon in Jeans und Pulli geworfen hatte, nicht wirklich ahnend, welche Begeisterungsstürme ihn und seine Mitmusiker noch einmal auf die Bühne rufen sollten. Ein Trompetensolo in Straßenkleidung ist sicherlich auch bei den „Meistersolisten“ ein Novum, doch trug dies tatsächlich noch zur Steigerung der guten Laune und nicht zur Beeinträchtigung des Musikerlebnisses bei. Einziger kleiner Wermutstropfen für den großartigen, meisterhaft engagierten Verein „Klangwelt Klassik“ und die von ihm gerufenen Weltklasse-Musiker war die Tatsache, dass sich im Publikum leider kein einziger Zuhörer im Alter der Stipendiaten befand. Sehr schade.

tam

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