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Bei Fällarbeiten in einem Privatwald wurde eine Radfahrerin erschlagen.

Tragisches Unglück bei Fällungen an der Isar

Mutter (50) wird auf ihrem Radl von Baum erschlagen

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Bei einem tragischen Unglücksfall ist am Donnerstagvormittag eine 50-jährige Ickingerin von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Sie hatte offenbar Absperrbänder missachtet. 

Icking - Die Mutter (laut Polizei eine Mutter von drei Kindern) war gegen 9.45 Uhr mit ihrem Fahrrad nahe ihres Wohnorts in einem Waldstück unterwegs, in dem zwei Arbeiter gerade damit beschäftigt waren, vom Borkenkäfer befallene Bäume zu fällen. 

Zu diesem Zweck hatten die Forstarbeiter den betroffenen Bereich mit rot-weißem Flatterband und Warnschildern abgesperrt. Zudem stand ein Traktor quer zum Weg. „Die Frau hat die Absperrung offenbar missachtet, ist unter dem Band durch und weitergeradelt“, sagt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Just in diesem Moment sei einer der von den Männern bearbeiteten Bäume gefallen und habe die Radlerin unter sich begraben. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Die Polizei konnte die Identität der Frau erst am Abend gegen 20 Uhr klären, nachdem Angehörige sie als vermisst gemeldet hatten. Die drei Kinder des Opfers „befinden sich derzeit in der Obhut des Vaters“, sagt Sonntag. Beamte des Kriminaldauerdienstes nahmen nach dem Unfall zur Klärung des Unfallhergangs vor Ort die Ermittlungen auf. Ein Kriseninterventions-Team war ebenfalls im Einsatz. Es kümmerte sich um die beiden Waldarbeiter, die laut Sonntag einen Schock erlitten. 

Der Fall liegt zur weiteren Bearbeitung nun bei der Kriminalpolizei in Weilheim. Die Behörde wird zur endgültigen Klärung der Sachlage auch die Berufsgenossenschaft hinzuziehen. „Hier geht es vor allem um die Frage, ob vor den Arbeiten alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen getroffen worden sind“, sagt Polizeisprecher Sonntag.

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