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Die Huberwiese ist das letzte unbebaute Grundstück innerhalb von Icking. Viele Ickinger wollen, dass das so bleibt

Letztes unbebautes Grundstück in Icking

Neues von der Huberwiese

Icking - Lange hielt man sich bedeckt, jetzt steht es fest: Der Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, eine Teilfläche der Huber-Wiese zu erwerben.

Bürgermeisterin Margit Menrad gab den Beschluss zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Montag bekannt. „Ob die Wiese im Eigentum der Gemeinde bleibt, hängt letztlich von der ortsplanerischen Entwicklung ab“, erklärte sie. Die Rathauschefin betonte aber, dass die Frage ob, und wenn ja, wie eine Bebauung realisiert werden soll, in öffentlicher Sitzung im Gemeinderat debattiert und beschlossen werde. Die Zukunft der Huberwiese, des letzten großen innerörtlich freien Grundstücks zwischen Talberg und Egartsteig, treibt die Ickinger um. Auch eine Unterschriftenaktion wurde bereits initiiert. Wie berichtet hatte der Grundeigentümer, ein örtlicher Landwirt, beantragt, dass von dem 9488 Quadratmeter großen Grundstück 6333 Quadratmeter als Bauland ausgewiesen werden. Die restliche Fläche bot er der Gemeinde zu günstigen Konditionen an.

Viele Bürger fordern mehr Transparenz

Immer wieder waren in den vergangenen Monaten Stimmen laut geworden, die mehr Transparenz in Sachen Huberwiese forderten. „Nach dem Beschluss im Januar 2015, dass der Gemeinderat einer Bebauung der Wiese grundsätzlich positiv gegenüber steht, hat der Gemeinderat auf Antrag der Ickinger Initiative beschlossen, dass zunächst ein nichtöffentlicher Workshop stattfinden soll“, stellte Menrad dazu klar. Sie selbst hätte allerdings eine Bürgerwerkstatt bevorzugt, wie sie von der Unabhängigen Bürgerliste Icking beantragt worden sei. Der Workshop habe dann Ende September stattgefunden. „Anschließend wurden verschiedene Gespräche mit dem Grundeigentümer geführt. Nun hat man beschlossen, dass ein Kaufvertrag vorbereitet werden soll“, so die Rathauschefin.

Am 19. April findet ein Diskussionsabend statt

Zum Thema Ortsentwicklung und einer möglichen Bebauung der Huberwiese lade sie die Bürger am 19. April zu einem Diskussionsabend ein. „Bis dahin werden noch keine Verträge unterzeichnet“, antwortete sie auf die besorgte Frage eine Zuhörers.

Haushalt: Nipperdey beklagt "Überrumpelungstaktik"

Die umstrittene Huberwiese wirkte sich auch auf die anschließende Haushaltsdebatte aus. Dabei ging es um die Einstellung von 550 000 Euro für Grunderwerb in den Etat 2016. Vigdis Nipperdey (Ickinger Initiative) empörte sich darüber, dass der Posten bei den Haushaltsvorberatungen im Finanz- und Planungsausschuss nicht besprochen wurde. Sie vermutete eine „Art Überrumpelungstaktik“. Erst werde etwas beschlossen, dann im Haushalt eingestellt und dann die Gemeindebürger informiert. Der Diskussionsabend zum Thema Huberwiese finde schließlich erst im April statt. Menrad entgegnete, dass bei den Haushaltsvorberatungen noch keine Planungsreife vorgelegen habe. Fünf Räte stimmten schließlich gegen die Einstellung von 550 000 Euro für Grunderwerb in den Haushalt der Gemeinde. Entsprechend fiel auch das Abstimmungsergebnis bei der Verabschiedung des Haushaltes aus. Dieselben fünf Räte votierten dagegen. Yvonne Zuber

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