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Aus für die „Münchner Zwietracht“ auf der Wiesn

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Von: Bettina Sewald

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Heinz Fuhrmann (re.) mit seinen Bandkollegen von der „Münchner Zwietracht“ und Showmaster Thomas Gottschalk (Mi.).
Auf der Wiesn des Jahres 2019 ging noch die Post ab: Heinz Fuhrmann (re.) mit seinen Bandkollegen von der „Münchner Zwietracht“ und Showmaster Thomas Gottschalk (Mi.). © Jantz/Archiv

25 Jahre hat die „Münchner Zwietracht“ um den Ickinger Heinz Fuhrmann auf der Wiesn musiziert. Damit ist es jetzt vorbei. Der Trompeter nimmt‘s gelassen.

Icking – Ausgerechnet im Jubiläumsjahr kam das Aus auf der Wiesn. Als Betreiber des Marstall hat sich die Familie Able nach vielen erfolgreichen Jahren gegen die „Münchner Zwietracht“ entschieden. Für deren Trompeter Karl-Heinz (Heinzi) Fuhrmann aus Icking ist dies aber keine echte Enttäuschung, wie er sagt: „Nach zwei Jahren Pandemie war ja eh lange nicht klar, ob heuer überhaupt eine Wiesn stattfindet. Deshalb haben wir frühzeitig entschieden, dass wir andere Engagements annehmen.“ Der Spielplan für die Wiesn-Zeit (17. September bis 3. Oktober) sei inzwischen gut gefüllt.

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25 Jahre – ab 1995, erst im legendären Hippodrom – spielte die „Münchner Zwietracht“ durchgehend auf dem Oktoberfest. Wehmut, dass sie nach einem Vierteljahrhundert heuer abseits der Wiesn spielen, lässt sich der 61-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung nicht anmerken. Fuhrmann: „So is’ das manchmal im Leben. Wir sind einfach mit den Konditionen, die uns der Festwirt angeboten hat, nicht mehr zurechtgekommen.“ Es habe einfach nicht mehr gepasst.

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Und was sagt der Marstall-Betreiber dazu? Trotz mehrfacher Versuche war bei Able- Gastronomie in München niemand aus der Geschäftsführung für eine Stellungnahme zu erreichen. Den Zuschlag im Marstall bekam jedenfalls heuer das „Königlich Bayrische Vollgasorchester“ – mit drei ehemaligen Mitgliedern der „Münchner Zwietracht“. Die Frage, ob das nicht doch eine gewisse Bitterkeit auslöse, quittiert Fuhrmann mit einem Achselzucken: „Na, eigentlich nicht. Auch das hat einfach nimmer ’passt.“ Und weiter: „Wir ham uns als Band im letzten Jahr neu aufg’stellt und ham jetzt an Riesenspaß miteinander.“

Trübsal war noch nie das Thema der „Zwietracht“

Die Bühnen-Buchungen sowie die verschiedenen Radio-Platzierungen mit Titeln vom neuen Album seien sehr gut gelaufen. Nur darauf komme es an. Trübsal oder gar Ärger sei noch nie das Thema der „Münchner Zwietracht“ gewesen. Die einzigartige, fröhliche Musik stehe für ein friedliches Miteinander. So wie die Verbindung aus bairischen Texten und südamerikanischen Rhythmen: „Eben Zwietracht im Sinne von zwei Trachten.“ Einzelheiten zu den Auftritten würden rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben. Eventuell gibt es auch Termine bei der in der Pandemie entstandenen „Wirte-Wiesn“, die heuer außerhalb des Festgeländes für Entzerrung sorgen soll. „Da laufen aktuell Gespräche. Aber es is’ noch nix spruchreif.“

Fuhrmann freut sich auf viele Live-Konzerte

Der gebürtige Dachauer war vor genau 30 Jahren Gründungsmitglied der „Münchner Zwietracht“. Er lebt mit seiner Frau Constanze in Icking. Nach zwei Jahren Pandemie freut sich der Sänger und Trompeter endlich wieder auf eine Saison mit Live-Auftritten und Festzeltatmosphäre. Zudem unterrichtet er am Musikinstitut der Isartalgemeinde Trompete – und ist froh darüber: „Da sind wirklich tolle Nachwuchsmusiker dabei, und es hat sehr geholfen, die Corona-Krise zu überstehen.“

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