Per Live-Stream auf dem Handy erfuhr Christian Haas am Dienstag im Norwegen-Urlaub von der Ehrung. Foto: privat

Eine Million Euro Preisgeld

Renommierter Medizinpreis geht an Ickinger Professor

Für seine Erforschung der Alzheimer-Erkrankung erhält der Ickinger Prof. Dr. Christian Haass mit drei weiteren Neurowissenschaftlern den  „Brain Prize 2018“. Es ist der weltweit bedeutendste Preis für Hirnforschung.

Frederik von Dänemark Der Kronprinz wird den Preis am 9. Mai in Kopenhagen verleihen.

Icking – Der Ickinger Prof. Dr. Christian Haass wird gemeinsam mit drei weiteren europäischen Neurowissenschaftlern mit dem weltweit bedeutendsten Preis für Hirnforschung ausgezeichnet. Der von der Lundbeck Foundation in Dänemark verliehene „Brain Prize 2018“ ist mit einem Preisgeld von einer Million Euro verbunden.

Alle vier Wissenschaftler befassen sich mit der Erforschung der Alzheimer-Erkrankung. „Der Brain-Prize ist ein Botschafter der Wissenschaft und stellt große Entdeckungen ins Rampenlicht“, freut sich der 57-jährige über diese ranghöchste Anerkennung. Als der gebürtige Mannheimer 1990 begann, sich mit der Erforschung von Alzheimer zu befassen, war nur sehr wenig über die zellulären Mechanismen bekannt, die an dieser immer noch unheilbaren Krankheit beteiligt sind. In Europa sind etwa 10 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt. Der mehrfach ausgezeichnete Biochemiker arbeitete ab 1990 an der Harvard Medical School in den USA und kehrte 1995 nach Deutschland zurück. Inzwischen ist er Sprecher des Münchner Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Verkündung der Auszeichnung bei einer Pressekonferenz in London am Dienstag verfolgte Haass per Lifestream im Urlaub in Norwegen über sein Mobiltelefon. Der Preis wird am 9. Mai in Kopenhagen von Kronprinz Frederik von Dänemark überreicht. ina

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