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Zuerst wurde in Icking Fußball gespielt, anschließend gab es mit den Gästen aus Weidach eine handgreifliche Auseinandersetzung.

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Rote Karte für Störenfriede und Schläger

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Nach Magenschwinger im B-Klassen-Derby: Ickings Vorstand Thomas Scheifl greift hart durch , Weidachs Chef Stefan Meyer begrüßt „null Toleranz“

Thomas Scheifl, Vorsitzender des WSVI Icking

Icking/Weidach – Beinahe wäre das B-Klassenspiel zwischen dem gastgebenden WSVI Icking und dem 1. FC Weidach entgleist. Ein Ickinger Spieler hatte in der Schlussphase – angeheizt von pöbelnden Zuschauern am Spielfeldrand – seinem Kontrahenten nach einem banalen Foul einen heftigen Magenschwinger verpasst (wir berichteten). Nach dem raschen und besonnenen Eingreifen von Ordnern und den Vorsitzenden der beiden Vereine war die Rudelbildung schon bald aufgelöst, und Schiedsrichter Martin Bernöcker konnte die Partie für die letzten paar Minuten wieder anpfeifen. Der Unparteiische hatte die Begegnung wegen eines Fouls gerade unterbrochen, als die Tätlichkeit hinter seinem Rücken stattfand. Folglich konnte der erfahrene Referee vom SC Wall das Vergehen nicht ahnden.

Den Sünder wird gleichwohl die gerechte Strafe ereilen, und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen hat der geschädigte Weidacher Spieler den Täter zivilrechtlich wegen Körperverletzung angezeigt; zum anderen wird der WSVI entsprechend handeln. Thomas Scheifl, Vorsitzender des WSVI Icking, will sich zwar erst noch mit Trainer Markus Remler zusammensetzen, kündigt aber schon vorab eine „drastische, vereinsinterne Sanktion“ an. „Wir lassen uns doch von ein, zwei Störenfrieden und Schlägern nicht unseren guten Namen kaputtmachen. Prügeleien auf oder neben dem Fußballplatz gibt’s bei uns nicht“, stellt Scheifl klar, der zu seiner aktiven Zeit übrigens selbst einmal für den FC Weidach gekickt hat.

Stefan Mayer, Vorsitzender des 1. FC Weidach

Sein Weidacher Amtskollege Stefan Meyer begrüßt die Null-Toleranz-Haltung: „Zum Fußball gehören Fouls dazu, niemals aber ein Faustschlag. So was kann schwere innere Verletzungen verursachen.“ Ansonsten rätselt er darüber, was den Blackout bei dem Übeltäter verursacht haben könnte. „Bis zu diesem Zwischenfall war es ein super-faires Derby.“ Der Funke, der zur Explosion führte, sprang vermutlich vom Publikum über. „Zuschauer, die Öl ins Feuer gießen, dulden wir bei uns nicht“, sagt Meyer. Von Platzverweis bis Platzverbot wisse man sich gegen derartige „Fans“ zur Wehr zusetzen. Nach der Partie war der Fall seitens der Vorstände schnell ausgeräumt. Auf gute bayerische Art setzte man sich bei einem Bier zusammen. wolfgang Stauner

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