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Zwölf Jahre Icking-Abo-Dorfen: Veranstalter Wolfgang Ramadan feiert viel im nächsten Jahr.

Zwölf Jahre Icking-Abo-Dorfen

„Runter vom Sofa !“

Dorfen/Icking – Zwölf Jahre Icking-Abo-Dorfen:  Grund genug für Wolfgang Ramadan, im neuen Jahr mit einem vielversprechenden Programm und sieben Kabarettisten der Extraklasse aufzuwarten.

Wolfgang Ramadan wurde schon für die BR-Serie „Lebenslinien“ portraitiert sowie am Montag mit dem Kaleidoskop-Kulturpreis in München ausgezeichnet (wir berichteten). Doch irgendwie passt der Urbayer und Theatermacher in keine Schublade. Daheim in Schlederloh bei Icking, organisiert er im kommenden Jahr zum zwölften Mal sein Abo-Programm im Dorfener Vereineheim – mit Unterstützung von vielen Stars aus der deutschsprachigen Kabarettszene.

Die Wellküren, die schon im Gründungsjahr der Aboreihe gespielt haben, sind mit ihrem aktuellen Programm „Herz sticht“ ebenso dabei wie der umjubelte Chiemgauer Stefan Kröll mit seinem Erfolgsprogramm „Projekt Minga“. Dauerbrenner wie Django Asül („Ein gerissener Entertainer“) oder Quadro Nuevo („Tango!“) dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie die Kabarett-Ikone Henning Venske („Es war mir ein Vergnügen“). Bodecker & Neander aus Berlin – laut Ramadan wurden sie bereits 2013 euphorisch in Icking gefeiert – präsentieren ihr neues Pantomimen-Kunststück „Follow Light! – Träume zum Mitnehmen“. Und zum krönender Abschluss spielt Simone Solga aus Leipzig ihr neues Programm „Im Auftrag Ihrer Kanzlerin“ (Deutscher Kabarettpreis 2014).

Den Erfolg seines Abo-Konzepts führt Ramadan auf seine Zeit als Kulturamtsleiter in Garching (1990-95) zurück. „Damals habe ich für den Römerhof genauso ein Abo-System entwickelt. Und es hat sich immer gerechnet.“ Damals habe er dem Stadtrat versprochen „es kostet nix“ und dies auch gehalten. Eine typische Mischkalkulation also. Denn irgendwann im Laufe seiner Jugendjahre hat Ramadan auch eine Lehre Bankkaufmann absolviert. Das heißt: „Ich kann durchaus rechnen. Wenn ich einen Saal mit rund 200 Plätzen habe, kann ich damit alles bezahlen“, sagt er und betont, dass sein Konzept der „beste Schutz vor Steuergeldverschwendung“ sei.

Seinem Erfolg und seinem guten Ruf in der Szene sei es auch zu verdanken, dass „richtige Stars nach Dorfen kommen“ – auch wenn sie keine eigene Künstlertoilette und Garderobe vorfinden und die Parkplatzsituation mehr als grenzwertig sei: „Ich bin mit vielen der Stars gut befreundet. Sie mögen die familiäre Atmosphäre in Dorfen. Sie kommen einfach gern ins Isartal.“

Das „Runter-vom-Sofa-Abo“ bietet Ramadan zufolge einige Vorteile: Feste Platzreservierung, frei übertragbare Karten, kein Anstehen an der Kasse, keine ausverkauften Vorstellungen. „Keine Zeit? Kein Problem“, sagt Ramadan. Karl Valentin hat ihn gefordert, den „Theaterzwang“. Mit dem Icking-Abo-Dorfen will Ramadan diesem Wunsch entsprechen.

Roswitha Diemer

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