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Keine Beteiligung: Icking zahlt das Betriebskostendefizit des interkommunalen Hallenbads nicht mit.

„Das sieht erbärmlich aus“

Hallenbad: Icking bleibt beim Nein

Icking – Es bleibt dabei: Die Gemeinde Icking wird sich nicht am Betriebskostendefizit des in Geretsried geplanten interkommunalen Hallenbad beteiligen. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Gemeinderäte bereits im Juni vergangenen Jahres einstimmig gefasst. Nun aber stellte die dreiköpfige Fraktion aus SPD und Grünen einen neuen Antrag und wollte die Diskussion wieder aufnehmen.

Die Voraussetzungen hätten sich geändert, begründete Elisabeth Häberlein (Grüne) den Vorstoß: „Das Hallenbad wird auch von Ickinger Bürgern positiv bewertet. Viele haben beim Bürgerbegehren in Wolfratshausen unterschrieben, und viele Ickinger orientieren sich inzwischen in Richtung Geretsried. Das rechtfertigt eine Beteiligung an den Betriebskosten.“ Außerdem sei die Isartalgemeinde die einzige am Projekt beteiligte Kommune, die sich nicht am Betriebskostendefizit beteilige. „Das sieht erbärmlich aus“, sagte Häberlein.

Bürgermeisterin Margit Menrad (Unabhängige Bürgerliste/UBI) verwies auf den Beschluss, sich an den Investitionskosten zu beteiligen. „Unter der Voraussetzung, dass keine Zuschüsse für Betriebskosten anfallen“, ergänzte die Rathauschefin. Inzwischen gebe es beim Bau eine Kostensteigerung von 11,8 Millionen Euro auf 13,6 Millionen Euro. Das werde sich möglicherweise auch auf die Betriebskosten auswirken. Im Juni 2016 sei mit einem Zuschuss von 21 750 Euro kalkuliert worden. Das könne inzwischen mehr sein.

Verena Reithmann (UBI) räumte ein: „Das Interesse am Geretsrieder Hallenbad ist beim Ickinger Gymnasium sehr groß. Das ist aber die Sache des Sachaufwandträgers, des Landkreises.“ Etwas verwundert zeigte sie sich über die Argumentation im Antrag der SPD/Grüne, dass die Ickinger sich stärker nach Geretsried orientieren würden, wenn die S-Bahn-Verlängerung realisiert sei: „Das dauert noch. Ich glaube kaum, dass ich das noch erleben werde.“ Bis dahin würden die Ickinger sich wie bisher mehr in Richtung Pullach und Starnberg orientieren.

Häberlein wollte das so nicht gelten lassen: „Wir sind in Geretsried Trittbrettfahrer, ziehen uns aus der Solidarität. Wir sollten das unterstützen, dass sich in Wolfratshausen die Stimmung gedreht hat.“

Es gebe keinen Grund für einen neuen Beschluss, hieß es unisono aus den Reihen der UBI. Das sah die Mehrheit des Gemeinderates ebenso. Nur fünf Mitglieder stimmten für den Antrag der SPD/Grüne, das Fass noch einmal zu öffnen, elf lehnten ihn ab.

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