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Bürgerversammlung in Icking: Breiten Raum nahm das Thema sozialer Wohnungsbau ein. 

Großes Thema in der Bürgerversammlung

Sozialer Wohnungsbau auch in Icking

Die Wohnraumnot war auch Thema in der Ickinger Bürgerversammlung. Die Gemeinde möchte in den sozialen Wohnungsbau einsteigen.

Icking Auch die reiche Gemeinde Icking würde gerne in den sozialen Wohnungsbau einsteigen. Die Frage ist wo. Bürgermeisterin Margit Menrad widmete dem Thema breiten Raum in ihrem Bericht in der Bürgerversammlung im Rathaus.

Viele Grundstücke im Eigentum der Gemeinde eignen sich aus Platzgründen – oder weil dort andere Dinge geplant sind – nicht. So ist das jetzige Spielplatz-Gelände in Dorfen zu klein, die Lage westlich der Gaststätte „Sterngucker“ in Dorfen ist zu hoch und scheidet damit für den Geschosswohnungsbau aus. Der Grund am Stockerweiher soll nach dem Willen der Gemeinde möglichst lange für Veranstaltungen wie den Theater-Sommer freigehalten werden.

Aktuell überlegt Icking, auf dem Grundstück der abgebrannten Reitschule bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Mittels eines städtebaulichen Vertrags mit dem Eigentümer Johann Abfalter könnte sichergestellt werden, dass ein Teil der Mietwohnungen zu sozialverträglichen Preisen von der Gemeinde vergeben würde, erklärte die Bürgermeisterin.

In einem Workshop des Gemeinderats sei die Idee entstanden, sieben bis acht zwei- bis dreigeschossige Gebäude, eventuell mit begrüntem Flachdach, zu errichten. Man wolle sich von Abfalter verschiedene Planungsvarianten zeigen lassen und auf dieser Grundlage einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen, kündigte Menrad an. „Damit können wir sehr genau festlegen, was wir uns auf dem Areal vorstellen.“

Gegen einige Bürogebäude hätte die Rathauschefin nichts einzuwenden, ein „gesunder Mix“ wäre erstrebenswert. Mehr Gewerbe würde der Gemeinde ihrer Ansicht nach guttun. Von den Gewerbesteuereinnahmen würden schließlich alle Bürger profitieren, sagte Menrad. In Zukunft stünden große Investitionen an, allen voran die Schul- und Turnhallensanierung sowie ein neues Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr Dorfen.

Für den Glasfaserausbau, der heuer abgeschlossen werden soll, will die Kommune erstmals einen Kredit in Höhe von zwei Millionen Euro aufnehmen. Bisher kam sie ohne Schuldenaufnahme aus. Wie die Bürgermeisterin berichtete, haben sich bereits 1000 der 1400 Haushalte angeschlossen, 33 von 42 Kilometern Hauptleitungen sind verlegt, 474 Haushalte surfen schon im schnellen Netz.

Ob das Thema Geothermie ebenfalls abgeschlossen ist, soll sich bis Ende Juni entscheiden. Das Projekt in Attenhausen hätte den gesamten Landkreis im Sinne der Energiewende einen entscheidenden Schritt vorwärtsgebracht, sagte Menrad. Andererseits wäre für den Bau der Kühlanlage ein Hektar Wald gerodet worden. „Das macht deutlich, dass die Energieart einerseits sinnvoll, andererseits auch belastend sein kann.“

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Gespalten seien auch die Meinungen zum neuen Supermarkt, der im Sommer eröffnen will. „Ich denke, wirklich begeistert ist niemand von diesem riesigen Gebäude“, so die Rathauschefin. Sie halte die Lösung aber immer noch für besser, als auf der grünen Wiese im Bereich einer der Ortseinfahrten 5000 Quadratmeter zu versiegeln, um wieder einen Nahversorger zu erhalten.

Die B11 muss wie berichtet im Bereich des Supermarkts aufgeweitet werden. Die Straße braucht einen knappen Meter mehr, damit ein Linksabbiegerstreifen von Dorfen kommend eingerichtet werden kann. Die Aufweitung ist der erste Schritt der Umgestaltung der B11 zwischen Rathaus und Bauhof. Im Bereich des Bauhofs ist eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer geplant. Auf die gesamte Strecke vom Rathaus bis zum Bauhof wird zudem der bestehende Fußweg auf drei Meter verbreitert. Menrad. „Wir haben dann künftig einen Geh- und Radweg, der an den Radweg nach Dorfen angebunden wird.“

Um den Verkehr, der in den Augen der Bürger dringend fußgängerfreundlicher werden muss, drehte sich auch alles in der anschließenden Diskussion.

tal

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