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Gratulierten Maximilian Stocker (2. v. li.) zu seiner Direktkandidatur für den Bundestag (v. li.): Anton Auer, Sepp Lausch und Franz Nguyen. 

Maximilian Stocker ist Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017

Die Bayernpartei hat Großes vor

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Kreisverbände Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen haben den Ickinger Maximilian Stocker (24) zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Es geht vor allem darum, den Bekanntheitsgrad der Partei zu steigern.

Wenn eine Partei für ein Parlament kandidiert, und das in einem Land, von dem sie sich prinzipiell loslösen will, hat das schon etwas Seltsames an sich. In der Bayernpartei rechnet jedenfalls niemand ernsthaft damit, dass die Gruppierung in Zukunft im deutschen Bundestag vertreten ist. Dennoch kürten die 14 anwesenden Parteimitglieder der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach nun im Reichersbeurer Altwirt mit dem Ickinger Maximilian Stocker einen Wahlkreis-Direktkandidaten für die Bundestags-Wahl im Jahr 2017.

Die Kandidatur ist wichtig für's Image

Schon der Parteiname signalisiert, dass an eine bundesweite Ausdehnung gar nicht gedacht ist. Der Tölzer Kreisvorsitzende Franz Nguyen aber betonte: „Das ist schon wichtig, dass wir bei der Bundestags-Wahl antreten. Einfach um zu zeigen, dass es uns gibt.“ Mehr ins Detail ging dann Sepp Lausch, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Partei: „Die Kandidatur ist fürs Image wichtig und auch, damit wir bekannter werden. Da dürfen wir nämlich plakatieren, und außerdem bekommen wir Werbespots im Fernsehen.“

Stocker wurde durch seinen Einsatz für die Volksmusik bekannt

Der frisch gekürte Bundestags-Direktkandidat Maximilian Stocker ist seit 2013 Parteimitglied. Der 24-Jährige ist Bierbrauer und hat erst jüngst seinen Meister gemacht. Zumindest bayernweit wurde er bekannt, als er gegen die Pläne des Bayerischen Rundfunks protestierte, die Volksmusik aus dem Programm des Senders Bayern 1 zu verbannen und nur noch im digitalen „BR Heimat“ erklingen zu lassen. Dagegen reichte Stocker eine Petition im Landtag ein. Trotz einer immensen Zahl an Unterstützern wurde die Petition aber letztlich abgelehnt. Bereits im Juli war zudem Franz Nguyen in Odelzhausen als Kandidat für die Liste der Bayernpartei nominiert worden.

Richtig wichtig wird die Landtagswahl 2018

Am Rande der Kandidatenkür vereinbarten die Vorsitzenden der Kreisverbände Miesbach (21 Mitglieder) und Bad Tölz-Wolfratshausen (49 Mitglieder), enger zusammenzuarbeiten. So wollen der Waakirchner Anton Auer und der Bad Heilbrunner Franz Nguyen gemeinsam Veranstaltungen organisieren. Den Bundestags-Wahlkampf insgesamt sieht Lausch als gutes Training für die Bayernpartei: „Die Kür kommt dann 2018. Da wollen wir den Sprung in den Landtag schaffen.“ Ewald Scheitterer

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