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Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für die Radlerin tun. Sie hatte die Absperrungen im Wald ignoriert und war von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Die Kripo ermittelt. 

Sie hat Warnschilder missachtet

Vom Baum erschlagene Radlerin war vierfache Mutter

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Icking - Eine 50-Jährige aus Icking ist beim Radfahren tragisch ums Leben gekommen. Sie wurde in einem Waldstück von einem Baum erschlagen. Offenbar hatte sie eine Absperrung missachtet. Es dauerte Stunden, bis die Identität der Frau geklärt war.

In einem Waldstück bei Icking im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen waren Arbeiter am Donnerstag damit beschäftigt, Bäume zu fällen, die vom Borkenkäfer befallen waren. Zwischen der Bundesstraße 11 und dem Ickinger Wehr hatten sie einen Bereich mit einem rot-weißen Band und Warnhinweisen abgesperrt. Auch ein Traktor stand zur Sicherheit quer zum Forstweg. Doch all das scheint die 50-jährige Radfahrerin nicht beachtet zu haben. „Die Frau ist offenbar unter dem Band hindurch und weitergeradelt“, sagt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Dieser Leichtsinn hat sie das Leben gekostet. Genau in dem Moment, als sie mit dem Rad dort entlangfuhr, stürzte ein Baum um und begrub sie unter sich. Die vierfache Mutter starb noch an der Unfallstelle.

Vater kümmert sich um die vier Kinder

Nach Informationen unserer Zeitung befindet sich der Wald im Besitz des Energieversorgers Eon. Der Unfall ereignete sich am Vormittag. Doch erst gegen 20 Uhr konnte die Kriminalpolizei die Identität der Frau klären. Ihre Angehörigen hatten sie bereits als vermisst gemeldet. „Die vier Kinder des Opfers befinden sich derzeit in der Obhut des Vaters“, sagte Sonntag. Die Zwillinge sind 18, die anderen beiden 20 und elf Jahre alt. Laut Polizei hat das Paar getrennt gelebt.

Beamte des Kriminaldauerdienstes nahmen nach dem Unglück zur Klärung des Unfallhergangs vor Ort die Ermittlungen auf. Ein Kriseninterventions-Team war ebenfalls im Einsatz. Es kümmerte sich um die beiden Waldarbeiter, die laut Stefan Sonntag einen Schock erlitten hatten. Der Fall liegt zur weiteren Bearbeitung nun bei der Kriminalpolizei in Weilheim. Laut Sonntag gehe es nun vor allem um die Frage, ob vor den Arbeiten alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen getroffen worden waren.

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