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Den Nachbarn stinkt’s. Weil Waschmitteldüfte auf ihr Grundstück wehen, war ein Ickinger Rentnerpaar bis vor Gericht gegangen. 

Aber das Paar gibt nicht auf

Waschmittel-Streit: Ickinger Ehepaar nimmt Berufungsklage zurück

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Im Prozess um Geruchsbelästigungen durch Wäschetrocknerabluft haben die Kläger die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Wolfratshausen zurückgenommen. Das Problem ist damit jedoch vermutlich noch nicht vom Tisch.

Icking „Es kann nicht sein, dass wir unser Haus nur eingeschränkt nutzen können“, sagt das Ickinger Ehepaar, dem es stinkt, wenn die Nachbarn Wäsche waschen. Der Streit schwelt seit Jahren. Das Rentnerpaar fühlt sich wie berichtet durch Duftwolken, die aus dem Waschkellerfenster des Nachbarhauses über die Hecke in den Garten ihres etwas tiefer am Hang gelegenen Eigenheims wehen, massiv belästigt. 

Nachdem zuvor diverse Schlichtungsversuche gescheitert waren, und auch die – wie von der Klägerin empfohlene – Verwendung von Persil-Waschmittel nicht den gewünschten Effekt brachten, hatte das Ehepaar gegen den Hauseigentümer und zwei Mietparteien auf Unterlassung geklagt.

Auch in der Verhandlung am Wolfratshauser Amtsgericht im November 2014 war keine gütliche Einigung möglich. Ein auf Drängen des Klägers erstelltes Gutachten brachte nicht das gewünschte Resultat. Es gebe keine Hinweise auf unangenehme Gerüche. Die nach den Geruchsimmissionsrichtlinien zulässigen Werte für ein Wohngebiet würden nicht überschritten, konstatierte der Gutachter. Richterin Mareike Preisner wies daraufhin die Klage ab. Ihre Begründung: „Eine Beeinträchtigung konnte nicht nachgewiesen werden.“

Kläger wünscht sich Gutachten vom Deutschen Wetterdienst

Gegen das Urteil vom 5. Dezember 2016 legte das klagende Ehepaar am Landgericht München II Berufung ein. Das Ergebnis war für sie ernüchternd. „Vom Landgericht ist die Sache in derselben Weise behandelt worden. Es gibt keine neuen Aspekte“, sagt der enttäuschte Ehemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Richterin habe sich völlig auf das seiner Meinung nach unzureichende Gutachten gestützt und sich der Meinung ihrer Wolfratshauser Kollegin angeschlossen. „Sie sieht keine Veranlassung das Gutachten anzuzweifeln“, so der Rentner. Deshalb habe man sich entschieden, die Klage zurückzuziehen.

Aus Sicht des Ehepaars ist die Entscheidung des Gerichts jedoch „ein Irrsinn“. Denn die Geruchsbelästigung bestehe weiterhin, das vorliegende Gutachten sei „nicht sachgerecht“. Die Eheleute beharren weiterhin darauf, dass die besondere Beschaffenheit des Grundstücks in Hanglage ursächlich für die andauernden Gerüche ist. Deshalb hatte der früher als Diplom-Meteorologe tätige Kläger vom Gericht „ein geländeklimatologisches Gutachten des Deutschen Wetterdienstes“ gewünscht. Davon mag er auch nicht abrücken. „Wir wollen, dass die sachlichen Argumente gehört werden“, ergänzt seine Frau. „Wir können nicht akzeptieren, dass diese Gerüche über unser Grundstück abgeleitet werden.“

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