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Wasserpreis explodiert: CSU stellt sich auf die Seite der Bauern

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Gute Stimmung: Ickings Christsoziale mit dem Ortsvorsitzenden Dr. Christoph Preuss (re.) erörterten in ihrer Hauptversammlung für die Gemeinde wichtige Themen.
Gute Stimmung: Ickings Christsoziale mit dem Ortsvorsitzenden Dr. Christoph Preuss (re.) erörterten in ihrer Hauptversammlung für die Gemeinde wichtige Themen. © sh

In Icking sind die Wasserpreise massiv angestiegen. Unternehmen und Landwirte laufen Sturm. Die Ickinger CSU kritisiert Versäumnisse der Gemeinde.

Icking – Für die Ickinger Landwirte ergriffen die Mitglieder des CSU-Ortsverbands jüngst in ihrer Jahresversammlung Partei. Der Vorsitzende Dr. Christoph Preuss kritisierte die Rathausverwaltung, weil diese bei der Sanierung des Trinkwassernetzes „alles auf einmal“ mache, womit eine enorme Gebührensteigerung einhergehe, die besonders die Bauern hart treffe. Wie berichtet sind die Gebühren in Icking von 1,43 auf 3,88 Euro geklettert. Dass der Herstellungsbeitrag für den Erstanschluss seit den 1960er Jahren quasi nicht angehoben worden sei, bezeichnete Preuss als großes Versäumnis, das die Bürger jetzt ausbaden müssten.

Wasserpreis explodiert: CSU stellt sich auf die Seite der Bauern

Preuss sprach sich gegen weitere Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen aus. Mit seinem Fraktionskollegen Hans-Peter Stahn sei er sich einig, dass die geplante 3,5 Hektar große, zweite PV-Anlage nach der in der Walchstadter Senke nicht gebaut werden sollte, da sie wertvolle Ackerfläche verbrauche – unverantwortbar, in Zeiten, in denen das Getreide knapp werde. „Solaranlagen sollten auf die Häuser oder auf bereits versiegelte Flächen“, sagte Preuss. Positiv beurteilt der Arzt an der Wolfratshauser Kreisklinik, dass der Ickinger Gemeinderat eine klare Stellungnahme für den Erhalt des Krankenhauses in kommunaler Trägerschaft abgegeben hat. Während der Corona-Pandemie seien dort sehr viele Patienten versorgt und auch beatmet worden. Das vom Kreis erwartete Defizit habe man zuletzt deutlich unterschritten, „und das nicht aufgrund von Zuschüssen“.

Pflegekräfte fehlen: CSU fordert bezahlbare Wohnungen

Die stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Sabine Lorenz knüpfte an das Thema an. Um dem Mangel an Pflegefachkräften abzuhelfen, würden vor allem bezahlbare Wohnungen für sie benötigt, sagte Lorenz. Thomas Schwarzenberger, Bürgermeister in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) und amtierender Bezirksrat, berichtete von der Arbeit des Bezirks Oberbayern. Aktuell investiere dieser viel Geld in die Erweiterung des Freilichtmuseums Glentleiten. Dort werde gerade der Bereich Oberbayern Nord dargestellt, der bisher zu kurz gekommen sei. Außerdem plane man, das Museum barriereärmer zu gestalten. Schwarzenberger sagte bei der Gelegenheit, er stehe erneut als Kandidat für den Bezirkstag zur Verfügung.

G7-Gipfel auf Schloss Elmau - Krüner Bürgermeister erklärt die Vorbereitungen

Viel mehr interessierte die etwa zehn Anwesenden jedoch, wie sich Krün aktuell auf den G7-Gipfel auf Schloss Elmau vom 26. bis 28. Juni vorbereitet. Es sei eine Ehre, dass die Gemeinde zum zweiten Mal nach 2015 für die Ausrichtung ausgewählt worden sei, sagte Schwarzenberger, wenngleich sie sich nicht darum beworben habe („Der Plan war ein anderer“). Das Treffen 2015 habe sich durchaus erfreulich auf den Tourismus ausgewirkt. Viele hätten die Bilder von der schönen Landschaft im Fernsehen gesehen und daraufhin Urlaub in Krün gebucht. Auf der anderen Seite aber stelle die Zusammenkunft der sieben wichtigsten Staats- und Regierungschefs eine „enorme Herausforderung“ für seine kleine Gemeinde dar.

Bei G7-Gipfel: 18000 Polizisten sind im Einsatz

Allein 18 000 Polizeikräfte seien im Schichtbetrieb im Einsatz, hinzu kämen Rettungsorganisationen aus allen Bereichen. Straßen würden gesperrt, es würden keine Züge verkehren und es gebe überall Kontrollen. Sollten die hohen Gäste wegen schlechten Wetters nicht mit dem Hubschrauber gebracht werden können, seien noch weiträumigere Straßensperrungen zu erwarten. Schwarzenberger hofft auf nicht allzu viele Demonstranten. Bisher schaue es danach aus. Beim letzten Mal hätten große Organisationen wie der Bund Naturschutz und die Weltgesundheitsorganisation nach dem Gipfel geurteilt: „Elmau hat geliefert“.

Aktuelle Nachrichten aus Icking lesen Sie hier.

Der Krüner Rathauschef hofft, dass das auch diesmal, gerade mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, zutreffen wird. Zu Delegierten für die Bezirks- und Landtagswahlen wählten die CSU-Mitglieder Dr. Christoph Preuss und Georg Frech, zu Ersatzdelegierten Konstantin Beck und Alexander Graf von Gneisenau.

TANJA LÜHR

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