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Umstrittener Namensgeber: Der Architekt Paul Wenz war ein überzeugter Nationalsozialist.

Namensgeber war aktiv bei der NSDAP

Wenzberg: Arbeitskreis hat Arbeit abgeschlossen

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Wie umgehen mit der Vergangenheit? Nachdem bekannt wurde, dass Namensgeber Paul Wenz Funktionen bei der NSDAP hatte, wird diskutiert, ob der Wenzberg in Icking einen anderen Namen bekommen soll.

Icking– Anfang Januar 2017 wurde in Icking bekannt, wer der Mann war, dem der Wenzberg seinen Namen verdankt: Paul Wenz war ein überzeugter Nationalsozialist, der mit seiner Architektur auch das Isartal geprägt hat. Was folgte, war eine teils hitzige Debatte um die Frage, wie die Gemeinde mit dieser Tatsache umgehen soll. Denn Wenz war nicht ein beliebiger Mitläufer, sondern hatte in der Hierarchie der NSDAP Funktionen inne, etwa als Stellvertretender Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste.

Was war zu tun? Sofortige Umbenennung? Eine erklärende Tafel? Ende März entschied sich der Gemeinderat dafür, einen Arbeitskreis einzusetzen, bestehend aus fünf Gemeinderäten (je einer pro Fraktion) sowie den beiden Historikern Prof. Marita Krauss und Erich Kasberger. Sie hatten schon die Nazi-Zeit ihrer Heimatgemeinde Pöcking erforscht.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor, bestätigt Dr. Peter Schweiger, Mitglied im Arbeitskreis und Archivar der Gemeinde. Der Bericht des Arbeitskreises ist fertig und soll demnächst übergeben werden. Informationen im Vorfeld wird es nicht geben.  „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, so Schweiger. 

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