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Der Ickinger war 30 Jahre Mitglied in der DAV-Sektion Wolfratshausen.

Natur und Umwelt lagen ihm am Herzen 

Trauer um Heiner Dittmann 

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Die Wolfratshauser Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) trauert um ein hochgeschätzes Mitglied: Heiner Dittmann ist am 10. Dezember im Alter von 81 Jahren verstorben.

Wolfratshausen/Icking– Dittmann gehörte dem DAV 53 Jahre an, drei Jahrzehnte hielt er der Wolfratshauser Sektion die Treue. „Als Schriftführer und Mitglied des Vorstands hat er sich von 1997 bis 2009 für die Belange unseres Vereins eingesetzt“, berichtet Christa Hohenadl von der DAV-Geschäftsstelle in Eurasburg. Dittmanns ruhiges und besonnenes Wesen sowie „seine die Fakten treffende, analysierende Art hat maßgeblich zu guten Entscheidungen für den Verein beigetragen“. Dies nicht zuletzt in einer wichtigen Phase des Vereinslebens, als vor einigen Jahren die aufwändige Generalsanierung der Wolfratshauser Hütte in Lermoos/Tirol – 1735 Meter über dem Meeresspiegel – anstand. Hohenadl: „Er brachte Ideen ein, die nicht immer dem ,Mainstream‘ entsprachen, die oft aber zu besseren Lösungen führten.“

Als Physiker und Hobbybiologe lagen dem verstorbenen Ickinger die Natur und die Umwelt besonders am Herzen. Dies belegen seine Mitgliedschaften beim Landesbund für Vogelschutz und bei den Naturfreunden Wolfratshausen. „Auf seine leise Art verfolgte er auch den Umweltschutz in unserem Verein“, so Hohenadl. Das betraf sowohl die Aktivität des DAV in den Bergen, als auch im Landkreis.

„Sein trockener, tiefgründiger Humor hat uns gut getan. Als eifriger Volkstänzer hat er keinen Volkstanz auf unserer Hütte in Lermoos ausgelassen“, schreibt der Wolfratshauser Sektionsvorstand in einer Pressemitteilung. „Mit Heiner Dittmann ist ein liebenswerter Freund und treuer Wegbegleiter von uns gegangen. Wir werden ihn immer in bleibender Erinnerung behalten und danken für sein langjähriges und tatkräftiges Engagement für die Alpenvereins-Sektion Wolfratshausen.“

Dittmann hinterlässt seine Ehefrau Christl sowie Kinder und Enkelkinder. Die Abschiedsfeier in der evangelischen Kirche in Icking war überschrieben mit Worten des Schriftstellers Hermann Hesse: „Jede Blüte will zur Frucht, Jeder Morgen Abend werden, Ewiges ist nicht auf Erden, Als der Wandel, als die Flucht.“

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