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Pokale, Medaillen und Urkunden gab es für den Ickinger Ski-Nachwuchs. Die Teilnehmer am Zwergerlrennen mussten einen kindgerecht ausgesteckten Riesenslalom bewältigen.

Ski alpin

Akrobatische Zieleinfahrt

Hannes Dondl gewinnt zum dritten Mal in Folge das WSVI-Traditionsrennen am Ickinger Rothberg.

Icking - Nach seinen Siegen beim traditionsreichen Zwergerl-Skirennen des WSVI Icking in den Jahren 2015 und 2016 legte Hannes Dondl gleich nach. Auf dem von seinem Opa Hans Dondl am Rothberg mit neun Toren kindergerecht ausgesteckten Riesenslalom-Kurs besiegte der Siebenjährige (siehe Interview rechts) mit der Bestzeit von 17,99 Sekunden über gut 200 Meter eindrucksvoll die gesamte männliche Konkurrenz.

Bei den weiblichen Zwergerln „raste“ die sechsjährige Rafaela Eimer mit der Bestzeit von 19,67 Sekunden auf Platz eins. Überschäumende Freude war von ihr zunächst nicht zu sehen. Erst bei der Siegehrung jubelte Rafaela: „Ich bin heute sehr gut gefahren. Aber ich war noch nie Siegerin und bin deshalb auch überrascht. Es macht mich richtig stolz.“ Auch Vater Wolfgang war die Erleichterung deutlich ins Gesicht geschrieben: „Ich bin happy über ihren Erfolg.“

Cheforganisator Jakob Dondl zweifelte am Freitag schon, ob das Rennen am Samstag überhaupt würde stattfinden können. „Wir haben uns von der Gemeinde eine Schneefräse ausgeliehen und Schneereste auf die Rennstrecke geschaufelt.“ Über Nacht hatte es dann gefroren und Neuschnee war gefallen. So fanden die 36 Skitalente eine richtig schöne, wenn auch harte Piste vor. Dondl: „Ich glaube, der liebe Gott ist ein Ickinger.“ Pünktlich um 14 Uhr gaben Wolfgang Eimer und Christoph Schenk den Startschuss ab. Alle Kinder waren top motiviert und versuchten, mit oder ohne Skistöcke in die Idealspur zu kommen. Eines Zielfoto-Entscheids bedurfte es nicht, aber es war schon erstaunlich, wie akrobatisch und manchmal formvollendet so manches Zwergerl durchs Ziel fuhr.

Jakob Dondl sah bei der anschließenden Siegehrung überwiegend in zufriedene Gesichter. Kein Zwergerl ging leer aus, alle Teilnehmer wurden mit Urkunden, Pokalen und Medaillen für ihre großartigen Leistungen belohnt. Kleinere Geschenke durften sich alle Kinder selbst von einem großen Geschenktisch aussuchen.

Auch Gerhard Mayer (76), ein Urgestein des WSVI, freute sich über den tollen Zuspruch bei dieser traditionellen Veranstaltung – und den Segen der modernen Technik „Ich war viele Jahre ein vom Bayerischen Skiverband geprüfter Zeitnehmer. In den Anfängen der Zwergerlrennen habe ich die Zeiten mit einer Küchenuhr gestoppt. Seit zwei Jahren hat der Verein ja eine elektronische Zeitmessung. Da werde ich nicht mehr gebraucht.“

Heinz Richter

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